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Auto & Mobil
06.12.2020

Schneefälle sorgen für Probleme auf Strasse und Schiene

Symbolbild
Kräftige Schneefälle haben am Wochenende dem Bahn- und dem Strassenverkehr mancherorts zu schaffen gemacht. Bis am Montagmorgen soll es zum Teil noch kräftig weiter schneien.

In einigen Gebieten des Tessins, in Südbünden und im Engadin fiel der Schnee seit dem frühen Freitagmorgen fast ohne Unterbruch, wie SRF Meteo am Sonntag mitteilte. Teilweise ging der Schnee in Regen über.

In Airolo wurden am Sonntagmorgen nochmals 53 Zentimeter Neuschnee gemessen, und die Gesamtschneehöhe wuchs auf 105 Zentimeter. Auch in den angrenzenden Gebieten im Norden, so im Urserental, im Urner Reusstal, im Goms, im Haslital und bis ins Engelbergertal fiel viel Schnee.

Grosse Neuschneemengen lagen laut Meteonews auch in Göschenen und Andermatt mit 86 Zentimetern. Im Kanton Graubünden fielen in San Bernardino 100 Zentimeter Schnee und in Scuol deren 75.

In den östlichen Landesteilen sowie im Süden dürften die Niederschläge gemäss Meteonews über Nacht anhalten. Dabei werden voraussichtlich bis am Montagmorgen zwischen dem Südwallis, dem Gotthardgebiet und Südbünden nochmals 20 und lokal bis 50 Zentimeter Schnee hinzukommen.

Probleme im Bahnverkehr

Die grossen Schneemengen machten unter anderem der Matterhorn Gotthard Bahn zu schaffen, diese meldete am Sonntagmorgen auf Twitter einen vorübergehenden Streckenunterbruch zwischen Andermatt und Sedrun. Der Autoverlad Furka zwischen Oberwald VS und Realp UR blieb hingegen am Sonntag bis auf weiteres eingestellt. Grund dafür war die Sperrung der Strasse zwischen Realp und Hospental infolge Lawinengefahr.

Die Rhätische Bahn (RhB) meldete am Sonntag mehrere Streckenunterbrüche. Die Strecke zwischen Schanf und Scuol-Tarasp war demnach wegen Schneerutschgefahr unterbrochen. Wegen der Lawinengefahr schlossen die RhB bereits am Samstagabend die Berninalinie zwischen Pontresina und Poschiavo. Da auch die Strasse gesperrt wurde, konnten keine Bahnersatzbusse eingesetzt werden.

In der Westschweiz schneite es deutlich weniger stark. Der Bahnverkehr wurde durch den Schnee aber im Vallée de Joux VD und in den Freibergen JU beeinträchtigt.

Auch auf den Strassen führte der Schneefall zu Problemen. Allein im Kanton St. Gallen gab es zwischen Samstag und Sonntag mehr als ein Dutzend Selbstunfälle mit Sachschäden. Im Kanton Graubünden kam es am Wochenende zu mehr als zwei Dutzend Verkehrsunfällen.

Im Tessin wurden einige Strassen gesperrt, nicht nur wegen Schneefällen. Bei Gudo kam es zu einem Steinschlag. Wegen eines Erdrutsches wurde die Kantonsstrasse zwischen S. Nazzaro und Vairano gesperrt.

Lawinengefahr

Der viele Neuschnee hatte in den Tessiner Bergen und in Südbünden eine grosse Lawinengefahr zur Folge. Gemäss SRF Meteo besteht Lawinengefahr der Stufe 4 auf der fünfstufigen Gefahrenskala im ganzen Nordtessin inklusive Centovalli, die Bündner Südtäler und das Oberengadin.

Vom südlichen Wallis über das östliche Berner Oberland bis hin zum Alpstein und in den übrigen Gebieten Graubündens gilt die Gefahrenstufe 3, also erheblich.

sda