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Kanton
21.11.2020

Rege Bautätigkeit trotz Zweitwohnungsgesetz

n Innerthal sollen in den letzten drei Jahren vier Zweitwohnungen entstanden sein.
Drei GLP-Kantonsräte decken in einer Interpellation an den Regierungsrat auf, dass trotz Zweitwohnungsgesetz, Ferienwohnungen gebaut worden sind. Sie stellen unbequeme Fragen.

Die Annahme der Volksinitiative «Schluss mit dem uferlosen Bau von Zweitwohnungen» 2012 führte zum Erlass des Bundesgesetzes über Zweitwohnungen (ZWG) und zur Verordnung über Zweitwohnungen. Das Gesetz und die Verordnung sind per 1. Januar 2016 in Kraft getreten.

Das ZWG verbietet Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent, den Bau neuer Zweitwohnungen. Laut dem Bundesamt für Raumentwicklung unterliegen per 1. Januar 2020 im Kanton Schwyz sechs Gemeinden diesen Einschränkungen. Es sind dies Alpthal (134 von 397 Wohnungen; entspricht 34%), Gersau (435 von 1525; 27%), Innerthal (112 von 191; 59%), Morschach (674 von 1128; 60%), Oberiberg (718 von 1151; 62%) und Riemenstalden (19 von 51; 37%).

Im Vergleich zu 2017 sei die Zahl an Zweitwohnungen jedoch in vier der vorher erwähnten Schwyzer Gemeinden gestiegen, schreiben die drei GLP-Kantonsräte Django Betschart, (Ingenbohl), Lorenz Ilg (Freienbach) und Michael Fedier (Lachen) in ihrer Interpellation. Es sind dies Gersau, Innerthal, Morschach und Oberiberg.

Missbräuche verhindern

Das Zweitwohnungsgesetz verpflichtet die Kantone zum Handeln. Sie sollen bei Bedarf Massnahmen zur Förderung einer besseren Auslastung von Zweitwohnungen festlegen. Der Kanton und die Gemeinden sollen bei Bedarf Massnahmen ergreifen, um Missbräuche und unerwünschte Entwicklungen zu verhindern. «Vier Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes drängt es sich auf, eine Bilanz über dessen Wirkungen zu ziehen», finden die Interpellanten.

Urs Attinger, Redaktion March24/Höfe24
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