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Schübelbach
20.11.2020

Steuerfuss soll trotz Defizit vorerst beibehalten werden

Der Voranschlag 2021 der Gemeinde Schübelbach sieht einen Aufwandüberschuss in der Höhe von 2,1 Mio. Fr. vor. Der Steuerfuss soll zumindest für das kommende Jahr bei 180 Prozent einer Einheit belassen werden.

Für das Jahr 2021 geht der Gemeinderat Schübelbach für die Gemeinderechnung von einem grossen Aufwandüberschuss aus. Prognostizierten Ausgaben in der Höhe von 31,7 Millionen Franken stehen Einnahmen von 29,6 Millionen Franken gegenüber, was ein Defizit von 2,1 Millionen Franken ergibt. Dieser Betrag kann mit dem vorhandenen Eigenkapital von 5,5 Mio. Franken gedeckt werden. Aus diesem Grund beantragt der Gemeinderat denn auch, den Steuerfuss unverändert bei 180 Prozent einer Einheit zu belassen.

Die Hochrechnung per Ende September 2020 deutet darauf hin, dass die Gemeinderechnung des laufenden Jahres, für welche mit einem Defizit von rund 1,8 Millionen Franken gerechnet worden ist, aller Voraussicht nach besser abschliessen wird. Die Gründe hierfür liegen unter anderem in einer hohen Ausgabendisziplin aller Beteiligten und Steuereinnahmen, die über den Erwartungen liegen. Allerdings lassen sich derzeit die direkten Auswirkungen und die unmittelbaren Folgen der Corona-Krise nur schwer abschätzen.

Weniger Steuereinnahmen

Wie die unmittelbaren sind sich auch die mittelbaren Auswirkungen des Coronavirus wie Einbussen bei den Steuern nur schwer zu prognostizieren. Für den Voranschlag 2021 lehnt sich die Gemeinde Schübelbach deshalb an die Empfehlungen des Kantons an und kalkuliert bei den Steuereinnahmen einen Abzug von 6,5 Prozent, was in etwa 1,1 Millionen Franken entspricht. Zudem wird beispielsweise im Budgetposten «Öffentliche Ordnung und Sicherheit» mit einer Zunahme an Betreibungen gerechnet und auch wirtschaftlich notwendige Ankurbelungsmassnahmen sind nicht auszuschliessen.

Weiter sind im Budget 2021 grössere Investitionen in den Bereichen IT-Infrastruktur, Telefonie und Zeiterfassung vorgesehen. So ist unter anderem angedacht,dass die Gemeindeverwaltung einer externen Stelle angeschlossen wird, was nach den Initialaufwendungen zu deutlichen Kostensenkungen führen soll.

Projekte verschoben

Der Lockdown und die weiteren Covid- 19-Massnahmen führten unter anderem dazu, dass einige für das Jahr 2020 geplante Projekte nicht angegangen, respektive umgesetzt werden konnten – und folglich auch noch keine Kosten auslösten. Einzelne dieser Budgetposten wurden ins Jahr 2021 transferiert und sind im Finanzplan 2022 abgebildet.

Verschoben wurde unter anderem die Sanierung der Sanitätshilfsstelle in der Schulanlage Gutenbrunnen in Schübelbach. Aus diesem Grund wurde der gleiche Betrag (900 000 Fr.) wieder eingestellt, auch wenn diese Ausgaben beinahe vollumfänglich durch Bundesbeiträge finanziert werden. Ebenfalls wurde der Projektierungskredit in der Höhe von 250 000 Fr. für die Schulraumerweiterung im Gutenbrunnen ins Jahr 2021 verschoben. Da gemäss Fahrplan erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres durch den Souverän über die Investitionen für die Neugestaltung des Dorfplatzes Buttikon und den Kunstrasenplatz in Siebnen befunden wird, fanden diese gar keinen Eingang mehr im Budget 2021.

Kleine Ertragsüberschüsse

Mit einem Gewinn von rund 8000 Fr. rechnet das Alters- und Pflegeheim Obigrueh Schübelbach. Auch die Voranschläge der Erfolgsrechnungen der Elektroversorgung (41 295 Fr.) und der Wasserversorgung (30550Fr.) sehen für das kommende Jahr einen Ertragsüberschuss vor. Die Broschüre mit den detaillierten Ausführungen zum Budget 2021 wurde allen Haushaltungen der Gemeinde Schübelbach zugestellt und ist zudem in elektronischer Form auf www. schuebelbach.ch einzusehen. Weitere Exemplare der Broschüre können auf der Gemeindeverwaltung an der Grünhaldenstrasse 3 in Schübelbach bezogen werden.

Redaktion March24 & Höfe24
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