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Schweiz
15.01.2026

Bundesrat sichert Opfern von Crans-Montana Unterstützung zu

Die Opfer von Crans-Montana bekommen Unterstützung vom Bund.
Die Opfer von Crans-Montana bekommen Unterstützung vom Bund. Bild: Keystone
Der Bundesrat setzt sich dafür ein, dass die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihre Angehörigen ausreichend Unterstützung erhalten. Dazu wird er dem Parlament nötigenfalls Finanzmittel beantragen.

Finanzielle Leistungen und individuelle Beratung

In den Tagen und Wochen nach der verheerenden Brandkatastrophe von Crans-Montana benötigen die Betroffenen schnell und unkompliziert die notwendige Unterstützung. Diese wird gestützt auf das Opferhilfegesetz (OHG) im Rahmen der Soforthilfe von den kantonalen Opferhilfestellen geleistet. Die Betroffenen erhalten dort finanzielle Leistungen für sich und nahe Angehörige etwa bei Kosten für Hotelerie, Kosten aufgrund neuer Wohnungssituationen im In- und Ausland, Kosten aufgrund allfälliger nicht-gedeckter medizinischer Leistungen, Finanzierung von Selbstbehalten bei der Krankenversicherung und medizinischen Transportkosten. Neben der unmittelbaren finanziellen Leistungen erhalten die Betroffenen auch individuelle Beratung. Das Bundesamt für Justiz (BJ) steht diesbezüglich mit den kantonalen Behörden in engem Kontakt.

Lücken im bestehenden Hilfsangebot?

Während das OHG die unmittelbare Unterstützung abdeckt, ist unklar, ob das geltende Versicherungs- und Opferhilfesystem für eine Katastrophe dieses Ausmasses ausreichend ist. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass insbesondere die Klärung der finanziellen Aspekte in zeitlicher und rechtlicher Hinsicht sehr aufwändig sein wird.

Auf Hilfe des Bundesrats zählen

Der Bundesrat hat heute festgehalten, dass die Opfer und ihre Angehörigen auf die Unterstützung des Bundes zählen können. Niemand soll durch das Netz der bestehenden Hilfsangebote fallen. Deshalb hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom 14. Januar 2026 entschieden, dass er zur Unterstützung der Opfer und deren Angehörigen bereit ist, dem Parlament nötigenfalls Finanzmittel zu beantragen.

 

pd/Bundesamt für Justiz
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