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Region
14.10.2020

Linthgebiet will Eidg. Schwingfest 2025 holen

Der Verein Kandidatur ESAF 2025 Glarnerland+ kandidiert und tritt Vorbereitungen dafür, dass das Eidgenössische Schwing-und Älplerfest 2025 im Glarnerland stattfinden wird.
Als Standort für das Eidg. Schwing-und Älplerfest 2025 tritt Glarnerland+ gegen die Stadt St.Gallen an. Die Kandidatur – mit Unterstützung des Linthgebiets – läuft auf Hochtouren.

2017 hat sich die Glarner Bevölkerung bei der Landsgemeinde einstimmig für eine Kandidatur für den grössten Sportanlass der Schweiz, das Eidgenössische Schwing-und Älplerfest ESAF 2025 ausgesprochen. Nach diesem klaren Statement gab es für den Verein Kandidatur ESAF 2025 Glarnerland+ viel zu tun, denn es mussten rund 35 Fragen zur möglichen Durchführung beantwortet werden. Im März dieses Jahres reichten die Verantwortlichen dann termingerecht die offizielle Bewerbung als Austragungsort für das ESAF 2025 ein. Ende September fand nun auf dem Flugplatz Mollis der Informationsanlass zum aktuellen Bewerbungsstand statt. Eingeladen waren die Ehrenmitglieder des ESV sowie die Mitglieder der Freunde ESAF 2025.

Viele Ehrenmitglieder an der Präsentation des aktuellen Standes

Wer hat schon damit gerechnet, dass in diesem Jahr kein einziges Schwingfest stattfinden wird? So waren der Event zur Präsentation des aktuellen Standes des Bewerbungsverfahrens und die gleichzeitige Präsentation des Austragungsorts für das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025, sollte der Zuschlag ins Glarnerland+ gehen, eine willkommene Möglichkeit für die Schwingfreunde, sich unter ihresgleichen zu treffen.

Die Organisatoren erfreuten sich nicht nur am grossartigen Wetter, sondern auch an einer hohen Teilnehmerzahl. Denn viele Ehrenmitglieder reisten aus der ganzen Schweiz ins Glarnerland, um gemütlich bei einem Frühschoppen mit anschliessendem Mittagessen mehr zum aktuellen Stand zu erfahren.

Hinter dem Festgelände ragt eine eindrückliche Felskulisse empor.

Fragen für Bewerbung durch Expertenteam geprüft

Jakob Kamm, Präsident Kandidatur ESAF 2025 Glarnerland+ und bereits seit über 9 Jahren mit viel Herzblut bei den umfangreichen Vorarbeiten mit dabei, zeigte in seiner Präsentation auf, welche Fragen für die Bewerbung beantwortet werden mussten und im Juli 2020 durch ein Expertenteam geprüft wurden. Im Wesentlichen sind es folgende Punkte: Boden, Verkehr & Sicherheit, Arena & Festgelände, Beherbergung, Helferwesen und Nachhaltigkeit.

Unterstützung durch Rapperswil, St.Galler Gemeinden und March/Höfe

Auch zeigte er nebst diesen Eckdaten auf, was dieser Anlass für die Region bedeutet: Förderung des Schwingsports und generelle Wertschöpfung, aber auch eine grosse Verantwortung. Unterstützung bekommt das Glarnerland dabei von den Schwingfreunden vom Rapperswiler Schwingverband und darf auch auf die Hilfe von zehn St.Galler Gemeinden zählen. Ebenfalls seine Unterstützung zugesagt hat der Schwingklub March/Höfe, der an den Kanton Glarus grenzt, jedoch dem Innerschweizer Schwingerverband angehört – ein absolutes Novum in der Geschichte des ESAF. Denn somit würde dieses Fest nicht nur überregional, sondern auch teilverbandsübergreifend durchgeführt werden. Dies ganz im Sinne der Schwingerwerte, wie Respekt und Kameradschaft.

Der Präsident des Kandidaturvereins Jakob Kamm zeigte unter anderem auf, was der Anlass für die Region bedeutet.

Talkstunde mit Hansruedi Hauser und Adrian Oertig

Fabienne Bamert, bekannte SRF/TV-Moderatorin und grosse Schwingsport-Liebhaberin führte durch das Programm und moderierte die Talk-Runde souverän und mit viel Charme, in welcher die beiden ehemaligen Schwinger Hansruedi Hauser (Vorstandsmitglied Kandidatur ESAF 2025 Glarnerland+ und vorgesehener Präsident des Trägervereins) und Adrian Oertig (Präsident Schwingerverband Rapperswil und Umgebung) Fragen zum gemeinsamen Projekt, zur Wichtigkeit und den damit verbundenen persönlichen Emotionen beantworteten.

Die vier Jungschwinger Patrik Feldmann, Thomas Trümpy, Fridolin Beglinger und Tobias Tremp unterstrichen das Schwinganlass-Gefühl mit der Demonstration von ein paar Schwing-Schwüngen sehr schön. «Einmal Eidgenosse zu werden, ist schon ein Traum», so Tobias Tremp.

  • Fabienne Bamert moderierte die Talkstunde mit Hansruedi Hauser und Adrian Oertig souverän.
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  • Ebenfalls anwesend waren folgende Schwinger: (v.l.n.r) Thomas Achermann, Rolf Figi (Kantonalpräsident) und Hansruedi Hauser (vorgesehener Präsident Trägerverein).
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ESAF-Feuer inmitten traumhafter Kulisse entzündet

Nach einem traditionellen Glarner Menü, Netzbraten mit Kartoffelstock, ging es in Begleitung der Silvester-Schellner Ennenda aufs vorgesehene Festgelände. Genau auf dem Punkt, wo 2025 der Schlussgang steigen soll, inmitten der traumhaften Kulisse des Glärnisch, Wiggis und Rauti, wurde unter viel Beifall das ESAF-Feuer entzündet. Ein äusserst emotionaler Moment, der bei vielen unter die Haut ging.

Anlass erntete viel Lob

Der Anlass, an dem rund 200 Gäste teilnahmen, erntete viel Lob. Gesehen wurden nebst den ESV-Ehrenmitgliedern auch viele Szenen-Prominente, wie zum Beispiel die Freiburger Schwingerlegende Ernest Schläfli, der Erstgekrönte des Eidgenössischen von 1989 in Stans, Eugen Hasler, und der Schlussgangteilnehmer von Estavayer 2016, Armon Orlik.

Kandidatur durch ESV begutachtet

Am vergangenen Freitag, dem 2. Oktober, wurde die Kandidatur durch den Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) begutachtet. Der gesamte Zentralvorstand, angeführt von Obmann Markus Lauener aus dem Kanton Bern, begutachteten die Kandidatur Glarus/Mollis. Auf der Höhe Talblick oberhalb Mollis erörterte Jakob Kamm das Festgelände von oben. Im Sporthotel Kerenzerberg zeigte Kamm allen Anwesenden den Weg der Kandidatur auf, die kurz nach dem NOS 2010 in Näfels ihren Lauf nahm.

Nebst dem Zentralvorstand waren auch Mitglieder der Schwingklubs Niederurnen und Umgebung, Glarus/Mittelland, des Schwingerverbandes Rapperswil und Umgebung sowie des Glarner Kantonalen Schwingenderbandes vor Ort. Ebenfalls Regierungsrat Kaspar Becker, Ennenda, Mitglieder des Kandidaturvereins sowie Walter Hoffmann vom Sportzentrum Kerenzerberg. Hofmann erörterte die Bautätigkeiten, die sich in Filzbach derzeit ereignen. Das Sportzentrum ist als Unterkunft der Sportler und Funktionäre 2025 vorgesehen. In zwölf Minuten ist von Filzbach die Wettkampfstätte auf dem Flugplatz in Mollis erreichbar.

Finale Entscheid im März 2021

Der finale Entscheid, wo denn nun das nur alle drei Jahre stattfindende Eidgenössische Schwing- und Älplerfest im Jahr 2025 stattfinden wird, ob im Glarnerland/Linthgebiet oder in der Stadt St.Gallen, entscheiden am 7. März 2021 die rund 200 Stimmberechtigten des Eidgenössischen Schwingerverbandes.

  • Jakob Kamm begrüsst die Mitglieder des Zentralvorstandes des Eidgenössischen Schwingerverbandes.
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  • Markus Lauener (Obmann ESV, links) im Gespräch mit Regierungsrat Kaspar Becker.
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Verein Kandidatur ESAF 2025 Glarnerland+