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Sport
06.09.2020

Nach frühem Rückstand noch sechs Tore geschossen

Michael Bärtsch mit einer für die Gegner gefährlichen Aktion vor dem Tor. (Bild: Carlo Stuppia)
Der FC Tuggen bleibt nach dem 6:2-Erfolg gegen die Reserven des FC St. Gallen das Mass aller Dinge in der 1. Liga Gruppe 3. Nach vier Runden führen die Märchler die Tabelle verlustpunktlos an.

Zum vierten Mal hatte Tuggen am vergangenen Samstag in der Meisterschaft anzutreten, bereits zum dritten Mal an der heimischen Linthstrasse. Es blieb den Fans kaum Zeit zum Platznehmen, da setzten die Gäste aus St. Gallen bereits ein Ausrufezeichen: Bereits in der zweiten Minute gingen sie durch Zinna in Führung. Er war am zweiten Pfosten vergessen gegangen und erzielte aus spitzem Winkel die Führung.

Man fühlte sich in die Partie vom vergangenen Mittwoch zurückversetzt: Ein schlechter Start, danach folgte allerdings ein Tuggner Feuerwerk. Diesmal half der Gegner tatkräftig mit: Nach knapp einer Viertelstunde pfiff Schiedsrichter Schelb gleich zweimal einen Handelfmeter. Damit sorgte Michael Bärtsch zuerst für den Ausgleich und Dardan Morina besorgte die Führung.

Und wie schon am Mittwoch wollte Tuggen den Fuss nicht vom Gas nehmen. Noch vor der Pause sorgten wieder Bärtsch mit einem Flachschuss und Caine Keller für eine Dreitore-Führung. Damit traf auch einer, der bislang in der Meisterschaft noch nicht erfolgreich gewesen war. «Ich habe lange auf dieses Tor gewartet, heute hat es geklappt», zeigte sich Keller nach der Partie erfreut.

Wieder viele Tore erzielt

In der zweiten Halbzeit gestaltet ich die Partie etwas ausgeglichener, es kam allerdings lange zu keinen nennenswerten Aktionen. Erst nach etwas über einer Stunde kam St. Gallen zum zweiten Tor durch Patrick Sutter. Tuggen schien in der Defensive etwas weniger souverän als noch vor dem Pausenpfiff, auch nach vorne schien man den Ruhegang eingelegt zu haben.

Die Spieluhr ging bereits dem Ende zu, da setzte sich Branko Bankovic den Ball zum Freistoss – er hatte bereits gegen Wettswil-Bonstetten einen Freistoss versenkt – und erzielte aus rund 25 Metern wieder ein Traumtor. Der Ball passte wie abgemessen in den Winkel. Die Standards scheinen Tuggen aktuell zu liegen. Schliesslich setzte Jordi Manuel in der Nachspielzeit den Endpunkt, nachdem er eine Hereingabe von Bankovic nur noch einzuschiebenhatte. «In den letzten beiden Spielen haben wir den Start verschlafen. Aber wie schon am Mittwoch konnten wir eine Reaktion zeigen und haben eine wirklich gute erste Halbzeit gespielt», so der Torschütze zum 6:2.

Neuzugänge fallen auf

Tuggen liess damit erneut die Muskeln spielen. In den beiden vergangenen Partien ist auch einer der Neuzugänge aufgefallen: Mit seiner kämpferischen Spielweise hat Marco Fässler einen wichtigen Beitrag an die Siege geliefert. «Wenn wir direkt zu Beginn in Rückstand geraten, ist das natürlich ein Dämpfer. Aber man will dann auch erst recht alles geben. Ich bin nicht der, der die Bälle überall verteilt, sondern der, der für die Mannschaft rennt und Zweikämpfe führt.» In Tuggen hat er sich auch sonst gut eingelebt: «Die Jungs haben mich gut aufgenommen. Für mich passt es.»

Auch ein anderer Neuzugang fügt sich immer besser ins Gebilde ein. Michael Bärtsch erzielte in den letzten zwei Partien gleich drei Tore. Allerdings zeigte er sich bescheiden: «Es ist nicht ein Spieler, sondern immer das Team gefordert. Ich freue mich aber, dass ich mit meinen Toren zweimal zur Wende im Spiel beitragen konnte». Langsam aber sicher hat er sich gut in Tuggen eingelebt, was er auch bestätigt: «Ich fühle mich in diesem ehrgeizigen Team sehr wohl.»

Stefan Horisberger