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Reichenburg
07.09.2020

Lokalmatadorin Hüberli siegt am Beach Cup

Nina Betschart und Tanja Hüberli gratulieren sich zum Sieg. (Bilder: Franz Feldmann)
Der 1. Emmi Caffè Latte Cup ist Geschichte. Zwei Tage lang wurde hochstehender Beachvolleyball geboten. In einem rein schweizerischen Final setzte sich Lokalmatadorin Tanja Hüberli mit Partnerin Nina Betschart durch.

Prächtigstes Sommerwetter, 26 Grad, tolle Stimmung – die mutigen Organisatoren, die nur gerade sieben Wochen Vorlauf hatten, wurden am Samstag mit Bilderbuchwetter belohnt. Der Kontrast zum Sonntag hätte dann allerdings nicht grösser sein können.

«Es hat heute Morgen geschüttet, es ist 14 Grad kalt. Aber ihr seid alle hier und macht eine Superstimmung. Danke!» Mit diesen Worten wandte sich Lokalmatadorin und Mitorganisatorin Tanja Hüberli gestern an das wetterfeste, gut gelaunte und maskierte Publikum. Die Reichenburgerin hatte vor heimischer Kulisse eben eine Topleistung abgeliefert: Halbfinalsieg gegen das starke polnische Team Ceynowa/ Kociolek.

  • Problemlos: Tanja Hüberli schlägt über den Block.
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  • Spektakuläre Übung von Nina Betschart.
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  • voll konzentriert: Nina Betschart und Tanja Hüberli.
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Dass es im Endspiel zu einem rein schweizerischen Duell kam, hing allerdings an einem seidenen Faden, verlief doch der zweite Halbfinaldramatisch: Nach dem Verlust des ersten Satzes und einem 17:14-Vorsprung von Vergé-Dépré/Heidrich im zweiten Abschnitt, riss der Gameplan und das italienische Spitzenteam Orsi/ Toth buchte sechs Punkte in Folge zum 17:20. Aber Joana Heidrich, die 190 cm grosse Mittelblockerin, hielt dem Druck stand. Die Schweizerinnen wehrten drei Matchbälle ab und gewannen den Entscheidungssatz 15:11.

Heimisches Gipfeltreffen

Und so kam es, trotz starker ausländischer Konkurrenz, einmal mehr zum heimischen Gipfeltreffen zwischen den beiden Teams, die sich im Lockdown schon unzählige Male trainingshalber gegenüber gestanden sind und sich in und auswendig kennen.

Zoé Vergé-Dépré zeigt, was sie drauf hat.

Nach einem intensiven Hin und Her musste im hochstehenden Final der Tie-Break-Satz entscheiden. Da fiel die Vorentscheidung beim Stand von 7:5- dank einer ganz starken Phase von Tanja Hüberli, die nach zweierfolgreichen Blocks gleich noch zwei Smash-Punkte folgen liess. Es war aber nicht nur der Turniersieg, der Tanja Hüberli freute: «Dass wir endlich wieder vor Publikum spielen konnten, hat uns richtig glücklich gemacht.»

Klein aber fein

Die Teams zeigten sich begeistert von diesen Anlass unter dem Motto: klein aber fein. «Es ist unglaublich, was für ein cooles Turnier die Organisatoren, die ja absolut keine Erfahrung damit hatten, auf die Beine gestellt haben. Und es ist sehr wichtig, dass unsere Teams wieder Wettkampfdruck gespürt haben», meinte der Schweizer Trainer Florian Karl. Und die Italienerin Viktoria Orsi lobte: «Es ist ein kleines, aber sehr feines Turnier auf einem hohen Niveau. Für uns ein perfektes Vorbereitungsturnier für die Europameisterschaften.»

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  • Die Polinnen feiern einen Punkt. (Bilder: Franz Feldmann)
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Andreas Eisenring