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Siebnen
20.08.2020
20.08.2020 09:56 Uhr

Hat es oberhalb von Siebnen einen Wolf?

Seit rund einem Monat häufen sich die Gerüchte, wonach sich im Gebiet Schwendenen oberhalb Siebnen ein Wolf herumtreiben soll. Von gerissenen Lämmern, verschwundenen Gitzi und verstörten Herden wird berichtet.

Ist es ein Wolf, ein Luchs, ein Goldschakal oder einfach nur ein Hund? Diese Frage stellen sich Landwirte, Älpler und andere Betroffene momentan aufgrund der Vorkommnisse oberhalb Siebnen. Die Antwort auf diese Frage bleibt weiterhin ungeklärt. Fakt ist lediglich, dass mehrere Lämmer gerissen wurden, von vier Gitzi jede Spur fehlt und selbst ein Kalb mit merkwürdigen Kratzspuren am Kopf in einem Graben gelandet ist. Zudem musste eine verstörte Schafherde geschlachtet werden. Entsprechend sorgen sich Älpler und Landwirte um ihre weidenden Tiere.

Fotofalle soll Beweis bringen

Im Schwyzer Umweltdepartement weiss man vom Grossteil dieser Vorfälle – und ist ebenfalls besorgt. Regierungsrat Sandro Patierno weiss, dass ein DNA-Test zumindest in einem dieser Fälle Klarheit ergeben hat. «Gemäss Testergebnis handelt es sich beim Tier nicht um einen Wolf, sondern um ein hundeähnliches Tier.» Und als hätte der unbekannte Vierbeiner gespürt, dass seine DNA noch nicht zugeordnet werden konnte, hat es in der Nacht von Freitag auf Samstag ein weiteres Mal zugeschlagen. Seither fehlt von Gitzi Nummer fünf jegliches Lebenszeichen. «Ich spiele mit dem Gedanken per Ende Woche eine Fotofalle einzurichten», sagt der bereits mehrfach betroffene Älpler Ruedi Krauer. «Vielleicht komme ich so dem Übeltäter – ob Wolf oder Luchs – auf die Spur», hofft der 39-jährige Wangner von der Alp Oberschwändi.

Silvia Gisler, MarchHöfe24
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