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Kanton
16.08.2020
06.05.2022 15:34 Uhr

Der Stöpsel bleibt drin

Auch im September voll: Die Badesaison am Klöntalersee wird doch nicht abgekürzt. (Bild: Sasi Subramaniam)
Auch im September voll: Die Badesaison am Klöntalersee wird doch nicht abgekürzt. (Bild: Sasi Subramaniam) Bild: Sasi Subramaniam
Der Klöntalersee hätte Ende August für Tests um 16 Meter abgesenkt werden sollen. Wegen des Coronavirus hat die Axpo die Absenkung jetzt um ein Jahr verschoben: Die Daheimgebliebenen sollen den Badesommer noch etwas länger geniessen können.

Die Besucher des Klöntals haben Grund zur Freude: Der See wird dieses Jahr nicht wie eigentlich geplant abgelassen. Der bis oben hin gefüllte Stausee hätte Anfang September auf den ursprünglichen Pegel abgesenkt werden sollen – also so tief, wie der See ohne Damm liegen würde. Das sind fast 16 Meter tiefer als sonst. Der Grund sind Tests zur Ermittlung der natürlichen Wassermenge des Löntschs.

Wegen der Corona-Pandemie hat die Axpo jetzt den Plan geändert: Sie verschiebt die Tests auf September 2021, wie Mediensprecher Tobias Kistner sagt. «Die Verschiebung war ein ausdrückliches Anliegen der Behörden», sagt Kistner. «Die Bevölkerung sollte trotz der Corona-Pandemie die Möglichkeit haben, das Klöntalgebietweiter zu besuchen.»

Absenkung offiziell verschoben

In einem offiziellen Schreiben wurden die Boots- und Kanuplatzmieter am Klöntalersee, die Anwohner, die Gemeinde sowie die Tourismusorganisationen informiert, dass die Absenkung verschoben wird. «Im Fall einer Absenkung hätten schon Ende August alle Boote aus dem See genommen werden müssen. Der sinkende Wasserstand hätte verhindert, dass man den See weiterhin für Freizeitaktivitäten nutzen kann», sagt Kistner.

Das wäre vor allem für die Leute unschön gewesen, welche ihre Ferien wegen Covid-19 in der Heimat verbringen. «Wir können das Anliegen der Behörden absolut nachvollziehen », sagt Kistner. Der Entscheid kommt nun den Besuchern des Klöntalersees zugute. Gitty Züger aus Mollis freut sich über den Beschluss. «Ich bin mindestens einmal pro Woche hier. Ich schätze am Klöntal die Natur, die Umgebung und das Heimatgefühl. Das Klöntal ist ein Juwel», sagt sie.

Das Absenken des Sees braucht seine Zeit: Es dauert gut vier Wochen, bis die rund 35 Millionen Kubikmeter Wasser in Netstal im Löntsch-Kraftwerk turbiniert sind. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Klöntalersee fast komplett entleert werden soll, um den natürlichen Abfluss des Sees in den Löntsch zu untersuchen. Anfang Jahr durchgeführte Messungen konnten wegen des zu nassen und zu warmen Wetters aber nicht verwendet werden. 

«Die Messungen können später nachgeholt werden», sagt Jakob Marti, der die Hauptabteilung Umwelt, Wald und Energie beim Kanton Glarus leitet. «Die Messungen werden eventuell im Rahmen der üblichen Absenkung in den Wintermonaten gemacht, voraussichtlich im Januar 2021», erklärt Marti. «Das ist jedoch vom Wetter abhängig.» Ansonsten werde die Absenkung im September 2021 erfolgen und die Messungen würden anschliessend durchgeführt.

Vollständiger Bericht in den Printzeitungen «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen.

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Linda Hottinger