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Freienbach
15.07.2020

Höfner Rapper hat Fans in den Staaten

Jerome Staub liebt Hip-Hop, Rap und Trap und schreibt eigene Lieder. Auf Spotify wurde TheFinesseKid, wie er sich nennt, schon über 20 000 Mal gestreamt.

Musik hat den 18-jährigen Freienbacher schon immer begeistert. Insbesondere die Titel der amerikanischen Rapper Kodak Black und XXXTentacion. Seine Karriere als TheFinesseKid begann Jerome Staub mit dem Covern und Imitieren seiner Vorbilder. Die Idee, selber Texte und Musik zu schreiben, kam ihm erst zu Beginn des Jahres. Umso überraschender, dass seine im Mai veröffentlichen Titel auf Spotify bereits über 20 000 Mal gestreamt wurden – ein Grossteil davon in Amerika. Dass ausgerechnet die Amis auf seine Musik abfahren, verwundert jedoch nicht. Denn wer sich seine Tracks anhört, erkennt sofort den typischen Style eines amerikanischen Rappers. Er selbst beschreibt seine Musik als «eine Mischung aus Hip-Hop, Rap und Trap».

Einen Viertel will er spenden

«Vor Kurzem war ich sechs Mal im Tonstudio und nahm pro Besuch drei bis fünf Songs auf», so der auszubildende App-Entwickler. Noch diesen Monat sollen neun davon auf den bekannten Streaming-Plattformen veröffentlicht und zum Download bereitgestellt werden. Es geht ihm aber nicht darum, mit seinen Songs reich zu werden. «Ich werde 25 Prozent der Einnahmen aus meiner Musik an eine gemeinnützige Organisation spenden», sagt der Rapper. «Das machen
erfolgreiche Rapper viel zu selten», betont er und fügt an: «Ich mache Musik, weil es mir Spass macht und nicht des Geldes wegen. Ich habe ja alles, was ich brauche.»

Für seinen Traum belächelt

Ideen zu seinen Songs kommen ihm in der Schule, im Zug oder in anderen Alltagssituationen. Er schreibt über Liebe, Träume, Freundschaft – und übers Reich werden. «Sobald ich eine Zeile geschrieben habe, läuft es meist von alleine», so der Newcomer. Manchmal reiche ihm ein einziges Wort, um drum herum einen ganzen Songtext zu bauen.

Für seinen Traum, Rapper zu werden, wird der 18-Jährige vor allem von älteren Personen oftmals belächelt. Zu viele Junge verfolgen diesen Traum, so dass trotz vorhandenem Talent der Weg zum Star schwierig ist. Und was sagt sein Umfeld zu seinen Absichten? «Meine Kollegen unterstützen mich sehr», so Staub. «Sie finden cool, was ich mache und geben mir auch Tipps oder äussern Kritik, wenn etwas weniger gut tönt.» Diese Ehrlichkeit schätzt er.

Und was sagen die Eltern? «So richtig weiss es eigentlich nur mein Vater», gesteht er. Er wollte seine Rapper-Karriere für sich behalten, bis er etwas erreicht hat … 

Silvia Gisler, Höfe24