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09.11.2022

St. Galler Stadtrat muss sich gegen Autobahnanschluss wehren

Auf dem Areal des St. Galler Güterbahnhofs gibt es bis zur Realisierung des Autobahnanschlusses verschiedene Zwischennutzungen. (Archivbild)
Auf dem Areal des St. Galler Güterbahnhofs gibt es bis zur Realisierung des Autobahnanschlusses verschiedene Zwischennutzungen. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Der St. Galler Stadtrat muss sich künftig gegen den geplanten Autobahnanschluss beim Güterbahnhof einsetzen. Dies verlangt ein Postulat, das am Dienstagabend im Stadtparlament mit neun Stimmen Differenz überwiesen wurde.

Bisher befürwortete der Stadtrat das Projekt, das den Ausbau der St. Galler Stadtautobahn mit einer dritten Röhre des Rosenbergtunnels sowie der Teilspange Güterbahnhof vorsah. Im März hatte der Bund das Vorhaben genehmigt.

Im August reichte die Liegenschafts- und Baukommission des Stadtparlaments ein Postulat ein, das verlangt, die Stadtregierung müsse sich bei Bund und Kanton dafür einsetzen, "dass die Planung für den Autobahnanschluss beim Güterbahnhof unverzüglich gestoppt wird".

Die Kommission verwies auf die Testplanung für das Vorhaben, die aufzeige, "dass dieser Autobahnanschluss mitten in der Stadt St. Gallen nicht verantwortbar ist". Es sei keine Lösung für eine qualitative städtebauliche Integration des Anschlusses Güterbahnhof gefunden worden.

Der Stadtrat lehnte den Vorstoss ab. Beim derzeitigen Projektstand gebe es keine Notwendigkeit, das Projekt zu sistieren. Am Dienstagabend überwies dann aber das Stadtparlament das Postulat mit 35 gegen 26 Stimmen. Die Fraktionen stimmten geschlossen: Grüne, GLP, PFG und SP/Juso waren dafür, FDP, Mitte/EVP und SVP stimmten dagegen.

Keystone-SDA