Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Kultur
02.11.2022

Verein «Frauenkino» löst sich auf

Der Verein Frauenkino übergibt symbolisch das Logo des Frauenkino an die Kinobetreiber in Rapperswil. (v.l.n.r.) Hansjörg Beck und Debora Amacker (Kinoevent), Maria Vitulano und Christian Meier (Verein Frauenkino).
Der Verein Frauenkino übergibt symbolisch das Logo des Frauenkino an die Kinobetreiber in Rapperswil. (v.l.n.r.) Hansjörg Beck und Debora Amacker (Kinoevent), Maria Vitulano und Christian Meier (Verein Frauenkino). Bild: Gabi Corvi
Per Ende Jahr wird der Verein «Frauenkino» aufgelöst. Doch das Angebot wird in veränderter Form weiter existieren.

An der 10. Generalversammlung beschloss der Vorstand die Auflösung des Vereins Frauenkino per 31.12.2022. Doch «Die Idee lebt weiter», sagen die Organisatoren und bieten weiterhin Filme in drei Kinos an, auch in Rapperswil.

175 Kinoabende in 10 Jahren

Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass der Verein Frauenkino nach zehn erfolgreichen und spannenden, aber auch sehr arbeitsintensiven und herausfordernden Jahren aufhört.

Der Vorstand blickt auf mehr als 175 Kino-Abende zurück, die einerseits den Kinogängerinnen einen cineastischen Genuss bescherten, aber auch den Gedanken des «gemeinsam Gutes tun» hochhielten. So kamen in den vergangenen 10 Jahren rund 280'000 Spendenfranken zusammen.

Zahlreichen Hilfsorganisationen, welche sich im Bereich der Hilfe und des Empowerments von Frauen in der Schweiz engagieren, durften ansehnliche Beiträge übergeben werden. Die Begriffe Solidarität und Partizipation verbanden sich mit unkomplizierter Tatkraft in einem in der Schweizer Kinolandschaft einzigartigen Projekt.

Das Frauenkino wird individueller

Mit grossem Enthusiasmus gestartet wurde vor 10 Jahren mit jeweils 10 jährlich stattfindenden Filmvorführungen in der Kinobar Leuzinger in Rapperswil.

Im Jahr 2014 kam die Cineboxx in Einsiedeln dazu und kurz vor der Corona-Pandemie schloss sich auch das KinoKoni in Olten der Idee des Frauenkinos an.

Die vergangenen beiden Jahre erwiesen sich aber als enorme Herausforderung – für alle Kinos in der Schweiz. So litt auch das Projekt Frauenkino unter der Situation und den Massnahmen. Die Macher und Macherinnen passten sich den Restriktionen bestmöglich an und zeigten sich mit Kinoabenden «light» von ihrer flexiblen Seite.

Corona als grosses Hindernis

Die schwierige Zeit hat jedoch auch gezeigt, dass das durch Statuten geregelte Frauenkino den lokalen Bedürfnissen der Kinos teilweise nicht mehr entsprechen konnte. Dazu kam, dass die Bereitstellung von Ressourcen für den Betrieb einer Geschäftsstelle schwieriger wurde und auch die Sponsorensuche aufwändig blieb.

Verein per 31.12.2022 aufgelöst

Der Vorstand hat sich schweren Herzens entschlossen, die Vereintstätigkeit einzustellen und den Verein auf Ende 2022 aufzulösen.

Die Verantwortlichen danken allen, die das Frauenkino während der letzten 10 Jahre unterstützt haben, sei es materiell oder ideell. Gleichzeitig gibt es Grund zur Freude.

Neues Angebot in drei Kinos

Die Idee der Kinoabende für Frauen und das Konzept mit den Spendensammlungen für Schweizer Hilfswerke und Organisationen wird weiterleben. Die Kinobar Leuzinger in Rapprswil, die Cineboxx in Einsiedeln und das KinoKoni in Olten werden aber in Zukunft – unter dem bekannten roten Frauenkino-Logo – den Rahmen der Kinoabende individuell ausgestalten.

Der abtretende Vorstand ist überzeugt, dass das Frauenkino weiterhin die «Gute Sache» mit der guten Kino-Unterhaltung verbinden kann – ab 2023 dann im neuen zeitgemässen und bedürfnisgerechten Gewand. Für Rückfragen steht Ihnen gerne Kinoevent Rapperswil, 055 210 55 01, info@kinoevent.ch zur Verfügung.

MM/Gabi Corvi