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03.10.2022

Versorgung mit Strom & Gas: Vernunft und Vorsorge statt Panikmache

v.l.n.r.  Ernst Uhler, CEO EZL;  Martin Stöckling, Stadtpräsident Rapperswil-Jona; Michael Bätscher, Geschäftsführer EWJR.
v.l.n.r. Ernst Uhler, CEO EZL; Martin Stöckling, Stadtpräsident Rapperswil-Jona; Michael Bätscher, Geschäftsführer EWJR. Bild: Markus Arnitz/Linth24
Am Mittwochabend informierten die Geschäftsleiter von EWJR und EZL zur aktuellen Lage der Versorgung mit Strom & Gas und der Entwicklung der Märkte.

Eines zeigten die fachlich informativen Vorträge der beiden Experten auf: Die momentanen Probleme in der Energieversorgung haben wenig mit der Kompetenz der Strom- und Gas-Organisationen zu tun, sondern gründen in Versäumnissen der Politik. Nicht lokaler Behörden wie jetzt viele vielleicht mutmassen, sondern mit den Reaktionen nationaler und internationaler Politik auf aktuelle Konflikte in Europa.

Versorgungssicherheit Strom 

Michael Bätscher, Geschäftsführer EWJR, zeigte auf eindrückliche Weise die Verflechtungen der Akteure im Strommarkt auf verschiedenen Ebenen und die damit einhergehende Volatilität von Angebot und Nachfrage, welche schlussendlich die Konditionen für die Endverbraucher bestimmen. Eine gewisse Entspannung bringt die Zunahme an Photovoltaik-Anlagen, deren Beschaffung hingegen wieder von der Verfügbarkeit der Rohstoffe und der Energieressourcen für Produktion und Transport abhängen.

  • Die Hauptakteure der Energieversorgung. Bild: Markus Arnitz/Linth24
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  • Energie sparen macht Sinn. Bild: Markus Arnitz/Linth24
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  • Grosses Interesse am Informationsabend von EZL und EWJR im Kreuz Jona. Bild: Markus Arnitz/Linth24
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Versorgungssicherheit Gas 

Ernst Uhler, CEO von Energie Zürichsee Linth EZL, machte in seinem Referat klar, dass die Schweiz keine zum Rest von Europa vergleichbaren Gasspeicher verfügt. Die Speicherkapazitäten hierzulande reichen gerade einmal für den Tagesausgleich. Die Schweiz verfüge aber über Solidaritätsabkommen mit Deutschland und unterhalte Gespräche und Abmachungen mit den anderen Nachbarstaaten Frankreich, Italien und Österreich.

Den wichtigsten Anteil zur Bewältigung einer möglichen Energiemangellage trägt aber jeder Einzelne mit seinem Verhalten. Energiesparen geht nicht mit Lippenbekenntnissen. Taten sind gefragt. Wertvolle Spartipps findet man bei nicht-verschwenden.ch.

Markus Arnitz, freier Mitarbeiter Linth24/March24&Höfe24
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