Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
Leserbrief
Wollerau
27.09.2022

SOB- Gleis unterirdisch führen

Bild: Schweizerische Südostbahn AG
Zum Artikel «Das Dorf Wollerau soll nicht ‹zerschnitten› werden» vom 16. September und zum Leserbrief «SOB-Gleis unterirdisch führen» vom 21. September.

Kaum haben die Planer die Tieferlegung der Hauptstrasse in Wollerau verworfen, hat nun ein weiterer Leserbriefschreiber in Unkenntnis der vorgegebenen topographischen Situation die Tieferlegung des SOB-Gleises vorgeschlagen.

Einerseits verunmöglichen die beiden neueren SOB-Brücken (Wächlenstrasse und alte Wollerauerstrasse) eine Streckung der Rampen. Andererseits weist dieser Gleisabschnitt bereits jetzt eine Steigung von 50 ‰ auf (Hinweistafel 740 m/50 ‰ bei der Haltestelle Riedmatt). Eine Unterquerung der Hauptstrasse ergäbe eine für Normalspur eisenbahntechnisch nicht mögliche Steigung von rund 100 ‰ bis zur oberen Bahnbrücke. Die Appenzeller Bahnen haben 2018 in St. Gallen mit dem neuen Ruckhaldetunnel ein ähnliches Problem elegant gelöst. Dank geschickter Linienführung kommt der neue Meterspurtunnel nun ohne Zahnradabschnitt aus.

Mein Vorschlag: Tieferlegung der SOB-Strecke ab Wilen bis Wollerau mit Beginn eines Kehrtunnels oder gestreckten Tunnels mit wenig Steigung ab Bahnhof Wollerau bis zur Haltestelle Altenbach anstelle Riedmatt. In dieser Gegend entstehen in naher Zukunft rund 300 weitere Wohnungen mit geplanter neuer Ortsbuslinie. Für diese Lösung müsste kein einziges Haus abgebrochen werden und das frei werdende Eisenbahntrassee kann gewinnbringend für den Binnenverkehr oder für Wohnbauten umgenutzt werden. Mit Hinblick auf die 10-Millionen-Schweiz könnten die Planer den neuen Tunnel ohne Landverschleiss als weitere Doppelspurinsel auf dem SOB-Strecken netz realisieren. Schweizweit gibt es weitere gleich gelöste Streckenabschnitte.

Flemming Gubler, untere Erlen, Wollerau

March24&Höfe24