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Sport
19.09.2022

FCRJ im Cup trotz starker Leistung ausgeschieden

Bild: Chris Melo
Die Cup-Geschichte des FCRJ endet in der 2. Hauptrunde: Gegen den Superligisten FC Sion verlieren die Rosenstädter 0:2. Dabei zeigten sie jedoch eine starke Leistung.

Fakt Nummer 1: Mario Balotelli, der Superstar des FC Sion, auf den alle warteten, stand nicht im Aufgebot. Seine Bronchitis liess offensichtlich einen Einsatz nicht zu. Fakt Nummer 2:  Der FCRJ verkaufte seine Haut teuer, zeigte ein eindrückliches Spiel, und hatte einen überragenden Torhüter Yanz in seinen Reihen. Fakt Nummer 3: Sion tat das nötigste und brauchte zwei kuriose Tore, um den Sieg doch ins Wallis zu bringen.

Doch der Reihe nach: 48 Sekunden dauerte es, bis Sion zum ersten Mal vor Torhüter Yanz auftauchte, 10 Minuten, bis Torhüter Diego Yanz zum zweiten Mal eingreifen musste, jetzt mirakulös.  Diese Szenen zeigten, dass es Sion bewusst war, dass im Cup eigene Geschichten geschrieben werden. Doch so richtig in Gang wollte die Maschinerie der Sittener aber nicht kommen.  Und sollte auch im Laufe der weiteren Partie nicht kommen. Im Gegenteil, Sion tat sich schwer gegen die engmaschige Defensive der Rapperswiler.

FCRJ spielte keck nach vorne, Sion enttäuschend

Und das spürten die Rosenstädter. Sie spielten keck nach vorne, wenn sich die Gelegenheit bot, wie zum Beispiel in der 33. Minute, als Suter seinen Mannschaftskollegen Saliji im Sittener Strafraum lancierte, doch dieser wurde noch in letzter Sekunde blockiert. Als alle schon parat für die Pause waren, da kam der Führungstreffer überraschend - aus dem Gewühl heraus traf Filip Stojilkovic drei Minuten in der Nachspielzeit zur 1:0-Führung der Walliser.

Kurios mit etwas Slapstick

Das 2. Tor des FC Sion in der 50. Minute war genauso unnötig, wie das 1.  und es hatte so irgendwas von Slapstick: FCRJ-Spieler Bolzoni hatte den Ball zwei Meter von der Torlinie parat zum Wegschlagen. Dabei hatte er alle Zeit der Welt, die er sich dann auch zum Erstaunen des Publikums nahm. Er wartete so lange bis ein Sittener haranpreschte, schoss diesem ans Bein und musste dem Ball zusehen, wie er ins Tor kullerte.

Starke Phase des FCRJ

Die beste Phase des FCRJ startete in der 60. Minute. Dabei stand Nicola Suter des öfteren im Mittelpunkt. Der FCRJ-Antreiber setzte immer wieder Nadelstiche – in der 68. Minute, als sein Schuss im letzten Moment abgeblockt wurde oder in der 78. Minute, als sein 20-Meter-Hammerschuss knapp über die Latte zischte.

Es blieb am Schluss bei der 0:2 Niederlage. Rappi zeigte sich stark, der 13-fache Cupsieger dagegen enttäuschte auf der ganzen Linie.  

 

Rolf Lutz, Linth24/Höfe24&March24