Home Region In-/Ausland Sport Agenda Magazin
Tuggen
29.06.2020

Bund warnt March und Höfe vor zweiter Welle

Versammlung einmal anders: Desinfizieren und registrieren in Tuggen. (Bild: Silvia Gisler)
Nach den Lockerungen sind die Fallzahlen erwartungsgemäss gestiegen, allerdings auf tiefem Niveau. Dennoch warnt das Bundesamt für Gesundheit Gemeinden und Bezirke. Betroffen ist zum Beispiel Tuggen.

Es wäre ein Leichtes, Angst zu schüren. Denn schweizweit ist die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus wieder angestiegen. Grund zur Panik besteht dennoch nicht. Denn dieses Wiederaufflammen war zu erwarten, seit die Lockerungen des Lockdowns vorgenommen wurden. Dabei erstaunt es nicht, dass es vermehrt junge Menschen sind, die angesteckt werden. So wurden in der Stadt Zürich 300 Personen nach einem Clubbesuch in Quarantäne geschickt.

Die Verantwortlichen aller Stufen rufen deshalb zur Vorsicht auf, und erinnern einmal mehr eindringlich daran, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Zudem erhofft man sich Hilfe durch die SwissCovid Tracing App, die seit Donnerstag verfügbar ist und bereits von Hunderttausenden Menschen installiert wurde.

Immerhin keine Toten mehr

Angst ist demnach ein schlechter Ratgeber, da sich die Ansteckungszahlen weiterhin lediglich auf tiefem Niveau erhöhen. Im Kanton Schwyz weist die Statistik per Samstag 323 bestätigte Fälle auf – also doch etliche mehr als in den vergangenen zwei Monaten – davon gelten 285 als genesen. Die Anzahl Toter wird seit Anfang Mai mit 23 angegeben. Das heisst, im Kanton hat es seit bald zwei Monaten keine an Corona Verstorbene mehr gegeben.

Tuggen hats erwischt

Dennoch kann die Ausbreitung schon in Einzelfällen unangenehme Folgen haben. Tuggens Gemeindepräsident René Knobel zum Beispiel mahnte an der ersten Gemeindeversammlung, die am Freitag wieder öffentlich abgehalten wurde, vor neuerlichen Fällen. March und Höfe seien vom Bundesamt für Gesundheit gewarnt worden.

So teilte die Schule Tuggen den Eltern mit, dass bei einem ihrer Kinder eine Infektion bestätigt wurde. Die ganze Familie wurde durch den Kantonsarzt unter Quarantäne gestellt. Für die Mitschülerinnen und -schüler dieser Klasse sei der Besuch der Schule deshalb freiwillig. Es bestehe aber kein Grund zur Besorgnis, es gehe allen gut, schreibt Schulleiterin Elisabeth Pfister.

Noch nicht bestätigt ist hingegen das Gerücht, dass ein Industriebetrieb in Tuggen ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden sei.

Andreas Knobel, Redaktion March24/Höfe24