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Sport
29.06.2020

Training mit den Besten der Welt

Oft unterwegs: Sascha Schmid einmal mit seinem georgischen Vorbild Surab Datunaschwili beim Training in Kuba und einmal beim Höhentraining in Bulgarien. (Bilder: zvg)
Sascha Schmid setzt voll auf die Karte Sport. Seit Mitte November ist der 20-Jährige aus Reichenburg als Profi-Ringer unterwegs – oft im Ausland. Dort kann er gegen Top-Cracks antreten. Er will mit Einsiedeln auch in der NLA bestehen.

Die Trainings- und Wettkampfpause während der Coronavirus-Krise hatte nicht für alle Sportler die gleichen Auswirkungen. Sascha Schmid, der 20-jährige Ringer aus Reichenburg, nutzte diese spezielle Zeit für einen operativen Eingriff am Meniskus. Beschädigt hatte er sich ihn Ende Januar im Trainingslager in Kuba.

Seit zwei Wochen trainiert er wieder und kann vermelden: «Es ist alles okay. Ich spüre keine Nachwehen. Das Knie hat die Belastungsprobe im Zweikampf- Training bestanden.» So kann Sascha Schmid am 29.Juni mit einem guten Gefühl ins nächste Trainingslager reisen – diesmal nach Serbien.

Starke Sparringpartner

Reisen ist ein gutes Stichwort. Seine Sportart macht Sascha Schmid zum Weltenbummler. Neben Kuba und Serbien führte sie ihn auch schon nach Ungarn, Bulgarien und Georgien. «Im November und Dezember absolvierte ich in Bulgarien ein Höhentraining, im Januar war ich eine Woche in Serbien, anschliessend drei Wochen in Kuba und unmittelbar vor der Coronavirus- Pause in Ungarn», beschreibt Schmid seinen Trainings- und Reiseplan. Weshalb aber die Trainings im Ausland? Andere Sportler trainieren beispielsweise in der Höhenlage von Davos. «Ein Ringer, der besser werden will, ist auf starke Sparringpartner angewiesen. Und solche sind im Osten leichter zu finden», sagt Schmid.

Um besser zu werden, überlässt der 1,84 Meter grosse und 85 Kilogramm schwere Reichenburger nichts dem Zufall. Er setzt voll auf die Karte Sport, ist seit Mitte November Profi und arbeitet in seinem gelernten Beruf als Zimmermann nur noch, wenn er wegen der Mannschaftsmeisterschaft einen längeren Aufenthalt in der Schweiz macht. Diesen Team-Wettkampf, der von September bis Dezember dauert, möchte Schmid mit dem NLA-Team von Einsiedeln bestreiten.

Schmids Potenzial ist Einsiedelns Cheftrainer Urs Bürgler nicht verborgen geblieben. «Du hast Talent, die richtige Statur, und die Kraft ist auch vorhanden. An der Technik müssen wir jedoch noch feilen», sagte der zweifache Olympiateilnehmer zu Schmid und lotste ihn vom 1.-Liga-Vertreter Rapperswil zu Einsiedeln, wo er in der nächsten Saison bei vereinzelten Einsätzen seine NLA-Tauglichkeit beweisen muss.

Vollständiger Bericht in den Printzeitungen «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen.

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Ruedi Gubser