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Vorderthal
23.08.2022
23.08.2022 10:44 Uhr

Maillart-Brücke am Wägitalersee ist saniert

Ein besonderes Stück Brücken-Architektur kann für mindestens die nächsten 50 Jahre seinen Dienst tun.
Ein besonderes Stück Brücken-Architektur kann für mindestens die nächsten 50 Jahre seinen Dienst tun. Bild: Martin Risch
Die Schrähbachbrücke am Wägitalersee erstrahlt nicht in neuem Glanz, sondern ist nur fachgerecht ertüchtigt worden.

Die Brücke des bekannten Schweizer Betonpioniers Robert Maillart (1872–1940) sollte 2009 eigentlich einem Neubau weichen. Das Stimmvolk im Bezirk March hiess den nötigen Verpflichtungskredit gut. Doch es kam anders. Der Schwyzer Heimatschutz, der Schweizerische Ingenieurund Architektenverein SIA und andere interessierte Kreise machten sich für den Erhalt der Brücke stark, da sie schutzwürdig sei.

«Zurecht schützenswert»

In der Zwischenzeit ist viel Wasser in den Stausee im Wägital geflossen und talabwärts. 2021/22 konnte die Kunstbaute dann doch noch ertüchtigt und sanft renoviert werden. Der regnerische Sommer 2021 führte zu einer leichten Verzögerung des Baufortschritts.

  • Ende gut, alles gut – trotz des Regens: Bezirksrätin Yvonne Dobler und Bezirksammann Paul Baumann bei der symbolischen Wiedereröffnung der Schrähbachbrücke. Bild: Martin Risch
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Die Brücke hat heute auch den Schutzstatus und dies zurecht, wie Jürg Conzett erklärte – selbst ein bekannter Brückenbauer und verantwortlicher Ingenieur bei der Sanierung. Die Brücke sei die erste ihrer Art, «ein Prototyp», der die Ingenieurskunst von Maillart zeige, betonte Conzett an der Wiedereröffnung. Bei der Sanierung habe man deshalb Wert darauf gelegt, die Brückengeschichte sichtbar zu lassen.

Verzögerung führt zu erhöhten Kosten

Die Brückensanierung hatten das Kraftwerk und der Bezirk gemeinsam veranlasst und projektiert. Die Kosten für die Instandstellung der Betonbrücke sollten ungefähr 1,3 Millionen Franken betragen. Diese dürften etwas höher ausfallen, denn bei Baubeginn hat-te sich der Zustand der Konstruktion als schlechter als erwartet herausgestellt und schlechtes Wetter führte wie erwähnt zu Verzögerungen.

Martin Risch, Chefredaktor March24 & Höfe24