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Sport
24.06.2020

Sorge um Tuggner Jungringer

Die Tuggner Ringer dürfen wieder trainieren. Doch vor allem bei den Jungringern bleiben viele noch dem Training fern. (Bild: Archiv)
In Kampfsportarten ist es nicht ganz einfach, die aktuellen Bestimmungen einzuhalten. Die Tuggner Ringerriege schafft das. Nach der langen Pause stehen Bedenken im Raum, dass viele Junge nicht mehr ins Training zurückkehren.

Die vom Bundesrat mit Sicherheit zurecht verordneten Weisungen zur Eindämmung von Corona trafen viele Vereine hart, so auch die Ringer aus Tuggen. Organisatorisch kam die Ringerriege Tuggen mit einem blauen Auge davon, zwar verpasste man die GV und den Jugendmann-schafts Heimfinal, andere Vereine hatten aber schwerere Lose zu tragen.

Trainingsverbot mit negativen Auswirkungen?

Anfangs April kam es dann richtig derb für alle Sportler, wurde doch sämtlicher Trainings- und Übungsbetrieb untersagt, was für viele Vereine eine enorme Herausforderung bedeutete. Wer trainieren wollte, durfte dies nur noch individuell für sich alleine tun. Dass viele junge Menschen ihre Hobbys nicht mehr richtig ausleben durften, verursachte bei Vereinsführungen Bedenken wegen Abgängen. Auch das Bundesamt für Sport reagierte und lancierte die Aktion «Bleib deinem Verein treu».

Nach den ersten Lockerungen wurde in Tuggen die Zeit genutzt, um die Aktiven mit gut koordinierten Konditionseinheiten zu bewegen.

Ungewisse Zukunft

Noch ist vieles unsicher im Schweizer Ringsport. Momentan sind einige Turniereim Winter geplant und auch die Mannschaftsmeisterschaft soll durchgeführt werden. Doch wer weiss schon, wie es in einem Monat wieder aussehen wird? «Wir haben noch einige Sorgenfalten auf der Stirn», so Präsident Bamert. «Sollte die Meisterschaft im Herbst ausfallen, wäre dies ein schwerer Schlag für alle Ringerclubs.» Bisher steht einzig fest, dass ohne Zuschauer die Swiss Wrestling Meisterschaft abgesagt wird. «Dies wäre völlig richtig», so der Technische Leiter, «denn Ringen ohne Zuschauer und ohne heisse Emotionen ist einfach undenkbar.»

Bamert hofft, dass die lange Pause und die wettkampflose Zeit dem Verein keine allzu grossen Schäden zugefügt haben. «Mit dem Aufmarsch der Aktiven bin ich sehr zufrieden. Sie sind alle motiviert. Aber bei den Jungringern hat es in den letzten Trainings eher mager ausgesehen». Für den jeweils gut besuchten Ringer-Ferienpass Anfang Juli hat sich dieses Jahr nur ein Einziger angemeldet. «Wenn nicht noch mehr Anmeldungen kommen, werden wir den Ferienpass absagen müssen», so der Präsident.

Vollständiger Artikel in den Print-Zeitungen «March-Anzeiger» und «Höfner Volksblatt» zu lesen.

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Hansruedi Ulrich