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Freizeit
09.08.2022
08.08.2022 16:15 Uhr

Im August noch neues Gemüse anbauen?

Radieschen können problemlos noch im August angebaut werden
Radieschen können problemlos noch im August angebaut werden Bild: gutekueche.ch
Im August ist die Ernte vieler Gemüsesorten bereits eingefahren und es gibt wieder Platz im Beet - etwa für Salat, Grünkohl und Radieschen. Worauf kommt es beim Pflanzen an?

Für eine Pflanzung im August eignen sich am besten Gemüsesorten mit kurzen Vegetationszeiten, also Sorten, die so schnell wachsen, dass sie bis zum ersten Kälteeinbruch ausgereift sind. Dazu gehören Salat, Kohlrabi, Grünkohl, Mangold, Spinat und Radieschen. Auch mehrjähriges Gemüse wie Etagenzwiebel, Schnittknoblauch oder Rhabarber können im August noch gesät beziehungsweise gepflanzt werden.

Auch Wirsing und Grünkohl gedeihen noch Bild: mein-schoener-garten.de

Richtigen Zeitpunkt finden

Wichtig ist, den geeigneten Zeitpunkt für die Aussaat oder Pflanzung zu finden. Ideal ist ein nicht ganz so heisser Tag, am besten nach einem Regenschauer. Dann ist der Boden kühl und feucht und die Pflanzen können besser anwachsen. Ist die Erde sehr ausgetrocknet, sollte sie schon am Tag vor der geplanten Aussaat ausgiebig gewässert werden.

Etagenzwiebeln wachsen noch gut Bild: sportaktiv.com

Vor dem Aussäen oder Auspflanzen sollte der Boden aufgelockert und von Unkraut befreit werden. Je nach Bodenbeschaffenheit das Beet mit Dünger versorgen. Am besten eignet sich ein organischer Langzeitdünger wie Hornspäne. Die jungen Pflanzen müssen reichlich und regelmäßig gegossen werden.

Und auch für Kohlrabi ist es noch nicht zu spät, um nochmals anzupflanzen Bild: fitforfun.de

Damit Gemüsepflanzen beste Bedingungen haben, sollten Gärtner die sogenannte Fruchtfolge einhalten. Dabei handelt es sich um eine jährliche Abfolge, in der Nutzpflanzen auf einer bestimmten Fläche angebaut werden. Sie richtet sich nach dem unterschiedlich hohen Nährstoffbedarf der Pflanzen.

Unterschieden werden die Kategorien Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer. Beispielsweise sind Flächen, auf denen Hülsenfrüchte wie Erbsen oder Bohnen gestanden haben, mit Stickstoff angereichert und bieten somit Starkzehrern wie Kohl oder Rhabarber einen guten Nährboden. Auf diese Weise wird das Gemüse ausreichend mit Nährstoffen versorgt und der Boden nicht einseitig ausgelaugt.

rheintal24/gmh/uh/March24&Höfe24