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06.08.2022

Minenwerfergeschoss aus dem Zürichsee geborgen

Bild: Stadtpolizei Zürich
Spezialisten der Schweizer Armee und Taucher der Stadtpolizei Zürich holten ein Minenwerfergeschoss aus dem 1. Weltkrieg aus dem Zürichsee.

Am Dienstagabend meldete ein Mann, dass er im Kreis 8 beim Tauchen im Zürichsee, in unmittelbarer Nähe des Restaurants Fischerstube, auf Munition gestossen sei. Daraufhin führten Taucher der Wasserschutzpolizei einen Erkundungstauchgang durch und stellten fest, dass es sich tatsächlich um ein grösseres Geschoss handelt, das in knapp fünf Metern Tiefe liegt.

Wie in solchen Fällen üblich, wurde das Kommando Kamir über den Fund orientiert. Kamir bedeutet Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung der Schweizer ArmeeIn. Am Donnerstag, 4. August, fand ein weiterer Tauchgang eines Spezialisten des Kamir und eines Polizeieinsatztauchers der Wasserschutzpolizei statt, um festzustellen, was für eine Art Munition dort auf dem Seegrund liegt.

Spezialisten des Kamir stellten aufgrund der gemachten Bilder fest, dass es sich um ein Minenwerfergeschoss aus dem 1. Weltkrieg handelt, das zwischen 1914 und 1918 in Deutschland produziert wurde. Es ist unklar, wie lange dieses schon dort lag, schreibt die Stadtpolizei in ihrer Medienmitteilung.

Mit den Spezialisten der Armee wurde das weitere Vorgehen besprochen. Am Freitagmorgen, 5. August, kurz nach 8 Uhr bargen ein Taucher des Kamir, unterstützt von einem Taucher der Wasserschutzpolizei und weiteren Spezialisten der Armee an Land, das Geschoss aus dem See. Danach wurde es in einem Spezialfahrzeug abtransportiert. Die Stadtpolizei sperrte das Gebiet see- und landseitig während der Bergungsarbeiten aus Sicherheitsgründen grossräumig ab.

(red.)