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Sport
25.07.2022
25.07.2022 17:16 Uhr

Ein Viertage-Rennen für Giuseppe Atzeni

Nichts ist digital in der Steher-Disziplin, sogar die Anzeigentafel ist wie vor hundert Jahren analog.
Nichts ist digital in der Steher-Disziplin, sogar die Anzeigentafel ist wie vor hundert Jahren analog. Bild: Peter Mettler/cupnet.ch
Der Siebner Steher Giuseppe Atzeni startet morge Dienstag auf der offenen Rennbahn Oerlikon und reist danach gleich weiter nach Italien, wo er am Sechstagerennen in Pordenone drei Renntage bestreitet.

Gute Nachrichten für die Steher-Szene: Morgen Dienstag startet ein Feld von sechs Steher-Teams (Fahrer und Schrittmacher) anlässlich der « Indianapolis in Oerlikon», der Show mit historischen Rennfahrzeugen. Unter ihnen startet auch der Ausnahme-Steher Giuseppe Atzeni aus Siebnen. Die Disziplin hatte einige Zeit mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen – ist aber nach wie vor ein Publikumsmagnet. Laut Atzeni werden am Dienstagabend 7000 bis 8000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf der offenen Rennbahn Oerlikon erwartet – dies ist diesmal auch den historischen Rennfahrzeugen geschuldet. «Leute, die Motoren mögen, fahren in der Regel auch auf Steherrennen ab», erklärt der Siebner.

Giuseppe Atzeni konzentriert vor der Schweizermeisterschaft vergangenes Jahr. Bild: Franz Feldmann

Zuversichtlich trotz zähem Trainingsverlauf

Seit dem letzten Rennen anfang Juni, das er fulminant gewann, hatte Atzeni mit einigen Form-Problemen zu kämpfen. «Ich konnte nicht so trainieren, wie ich es eigentlich wollte». Dennoch gibt er sich für das Rennen am Dienstag zuversichtlich. Gefahren wird nur ein Lauf. «Ich werde mein Bestes geben», fügt er an. Die vergangenen zwei Tage sei das Training etwas besser gelaufen. «Wir werden sehen».

Danach reist Atzeni gleich weiter nach Italien. Am Sechstagerennen in Pordenone wird er an drei Tagen starten – als einziger Schweizer im Feld. Vier Rennen nacheinander werden sicher kein Zuckerschlecken.

Frauenpower

Erstmals in der Geschichte der offenen Rennbahn Oerlikon wird noch diese Saison mit Nicole Fry auch eine Frau als Schrittmacherin zum Einsatz kommen – wenn auch nicht im Rennen vom Dienstagabend.«Wir sind sie am Aufbauen und haben bereits auf der Bahn trainiert», so Giuseppe Atzeni.

Franziska Kohler, Redaktion March 24 und Höfe 24