Es war nicht der erste Angriff auf der Schafalp Wicheln: Nur einen Monat zuvor, am 10. Juni, hatte ein Wolf dort vier Schafe gerissen und zwei weitere verletzt.
Das Problem der Alp: Sie gelte derzeit als «nicht zumutbar schützbar», so die Zeitung «Südostschweiz». Das heisst konkret: Die Tiere können nicht mit einem Zaun oder anderen gängigen Hilfsmitteln vor Raubtieren geschützt werden. Dies, weil der Aufwand dafür unverhältnismässig hoch wäre, heisst es weiter.
Wolf könnte vom Kärpfrudel stammen
In einer Medienmitteilung äussert der Kanton Glarus die Annahme, dass es sich beim Wolf, der die Schafe in der Nacht auf Montag gerissen hat, um ein Tier aus dem sogenannten Kärpfrudel stammt.
Für dieses Rudel habe der Kanton Glarus bereits ein Regulierungsgesuch eingereicht. Sollte dieses bewilligt werden, so dürfte die Hälfte des Nachwuchses des Glarner Wolfspaares geschossen werden.