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21.06.2022

Ausgezeichnetes Badewasser in den Zentralschweizer Seen und dem Zürichsee

Ungetrübter Badespass auch in den Märchler und Höfner Seebadis.
Ungetrübter Badespass auch in den Märchler und Höfner Seebadis. Bild: Archiv
Nichts trübt den Badespass in den Seen der Zentralschweiz und dem Zürichsee – schon gar keine Darmbakterien und andere unappetitliche Keime. Dies zeigt eine koordinierte Untersuchung von fünf Kantonen an insgesamt 70 Badestellen.

«Die Seen der Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Luzern weisen eine einwandfreie Badewasserqualität auf», wie der Kanton Schwyz in einer Medienmitteilung schreibt. Dies gehe aus den von der Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) koordinierten Untersuchungen auf Darmbakterien (Escherichia coli und Enterokokken) hervor, welche die fünf Kantone im Mai und Juni durchgeführt hätten. Dafür wurden bei 70 Badestellen am Vierwaldstättersee, Zürichsee, Zugersee, Sempachersee, Baldeggersee, Rotsee, Lauerzersee, Sihlsee, Sarnersee,
Lungerersee, Hirschlensee, Seelisbergsee und Golzernsee Wasserproben entnommen. 

Keimbelastung durch Wasservögel unbedenklich

Die Wasserproben seien durch das Laboratorium der Urkantone in Brunnen sowie die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz in Luzern untersucht worden. «Bei Bächen und Flüssen in Bereichen von Abwasserreinigungsanlagen können leicht höhere Belastungen auftreten», so die Mitteilung. «Darmbakterien können auch dort vorkommen, wo sich viele Wasservögel aufhalten». Gefahr bestehe deswegen aber nicht. «Weil Keime aus dem Vogelkot durch das Sonnenlicht verhältnismässig schnell abgetötet werden, treten diese Belastungen meist nur kurzzeitig auf», so die Mitteilung.

«Entenflöhe» nicht Bestandteil der Untersuchung

Die Untersuchungen beschränkten sich gemäss Mitteilung auf die mikrobiologische Qualität des Wassers. «Nicht berücksichtigt wurden spezielle Probleme wie zum Beispiel Zerkarien (Gabelschwanzlarven, auch «Entenflöhe» genannt), die bei erhöhten Wassertemperaturen im Uferbereich vorkommen können». Zerkarien seien harmlos, können aber lokales starkes Hautjucken verursachen (sogenannte Badedermatitis). Dies heile nach einigen Tagen wieder ab. Es sei Aufgabe der Betreiber von Strandbädern, diesbezügliche Beobachtungen zu registrieren und die Badegäste darüber zu informieren.

Redaktion Höfe24 und March24