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Sport
16.06.2022

Aus für internationale Schlittenhunderennen in Studen

Da wars noch möglich:  Internationales Schlittenhunderennen in Studen im Jahr 2015. Das letzte Mal möglich war eine Austragung im 2019.
Da wars noch möglich: Internationales Schlittenhunderennen in Studen im Jahr 2015. Das letzte Mal möglich war eine Austragung im 2019. Bild: zvg
Sechsmal musste in den vergangenen sieben Jahren die Schlittenhunderennen abgesagt werden. Die Planungssicherheit fehlte deshalb. Darum entschied das neunköpfige Organisationskomitee, künftig keine Rennen mehr in Studen auszutragen.

Im Jahr 2016 war es zu warm, zudem war Regen für den Renn-Sonntag prognostiziert, der dann auch eintraf. 2017 hatte es zu viel Wasser auf den Trails. 2018 konnten wegen Schneemangel weder die Parkplätze noch die Trails gespurt werden. Dennoch entschieden sich die Verantwortlichen damals anlässlich einer Standortbestimmung für eine Weiterführung.

Im Jahre 2019 konnten die Rennen ausnahmsweise ausgetragen werden. Für Benno Trütsch, der 2017 das Präsidium von Gabriel Fässler übernommen hatte, bedeuteten diese Rennen seine Premiere an der Spitze des OKs. Am Renn-Samstag sorgte damals eitel Sonnenschein für warme Temperaturen von etwa drei Grad plus, am Sonntag schneite es den ganzen Tag über.

2020 erfolgte wetterbedingt eine weitere Absage. 2021 musste schon früh coronabedingt das Handtuch geworfen werden. Aber auch das Wetter hätte dann keine Rennen zugelassen, da es zu warm war. 2022 musste erneut coronabedingt auf die Austragung verzichtet werden.

Bild: zvg

Entscheid ist definitiv

In den vergangenen sieben Jahren konnten die Rennen also einzig im Jahre 2019 durchgeführt werden. In diesem Frühjahr entschied das neunköpfige OK einstimmig, die internationalen Schlittenhunderennen in Studen nicht mehr auszutragen. Für Benno Trütsch war die Premiere also zugleich auch die Derniere an der Spitze des OKs. «Die vielen Absagen der letzten Jahre führten zu fehlender Planungssicherheit», begründet Benno Trütsch den Entscheid. 

Langlauf-Boom ebenfalls ein Problem

Ein wenig seien sie auch Opfer Langlaufsport-Booms geworden, sagt Benno Trütsch. Dieser habe während der letzten zwei Coronawinter eine etwaige Durchführung der Schlittenhunderennen zunehmend erschwert. An schönen Wochenenden sei jeweils alleine im Langlaufsport ein Grossandrang zu verzeichnen. «Wir brauchen tausend zusätzliche Parkplätze», so Trütsch. «Und im Normalfall müssen wir zwei bis drei Wochen vor dem Anlass mit der Präparation beginnen können». 

Konrad Schuler