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Sport
16.06.2022
15.06.2022 17:51 Uhr

Der neue Red Devils-Trainer ist ein Finne

Janne Mälkiä ist der neue Headcoach der Red Devils.
Janne Mälkiä ist der neue Headcoach der Red Devils. Bild: zvg
Marco Eberhöfer, Sportchef des NLB-Teams der Red Devils, hatte die letzten Wochen und Monate alle Hände voll zu tun. Nun steht das Kader und der Staff für die bevorstehende Spielzeit.

Mitte März sicherten sich die Red Devils in den Playouts gegen Fribourg den Ligaerhalt mit 3:1 nach Siegen. Zuvor war das Sportchef-Gremium um Marco Eberhöfer gezwungen, nach einer schwachen Qualifikation kurz von den Playouts die Reissleine zu ziehen. Headcoach Dominik Keller zog sich zurück, temporär stand Vipers-Trainer Dat Nguyen an der Bande. Assistenztrainer Reto Burlet und Torhütertrainer Raffael Friedlos haben ihre Engagements beendet.

Für Marco Eberhöfer und Co. stand damit nicht nur das Zusammenstellen des Spielerkaders für die Saison 2022/23 auf dem Programm, sondern auch die komplette Reorganisation des Staffs.

Devils-Headcoach Dominik Keller wird nächste Saison seine Tätigkeit als Assistenzcoach beim A-Ligisten Chur in Angriff nehmen. Bild: Rico Züger

Neue Sichtweise mit Janne Mälkiä

Als Headcoach konnte erstmals ein ausländischer Coach gewonnen werden: Janne Mälkiä. Der 44-jährige Finne erarbeitete sich in den letzten 20 Jahren im Eishockey auf nationaler und internationaler Ebene einen Namen. Im Sommer folgt nun der Wechsel in die Schweiz zu den Red Devils. 

«Janne ist ein sehr erfahrener und motivierter Coach, der neue Sicht- und Spielweisen in unseren Verein und unser Team bringen wird», freut sich Eberhöfer und ist sich sicher: «Auch wenn seine Unihockey-Erfahrungen noch nicht allzu weit zurückreichen – seine Kenntnisse über die universellen Gesetze des Ballsports sowie die Qualitäten der Mannschaftsführung bringt er unbestreitbar mit.»

Zu Janne Mälkiä

In der höchsten finnischen Spielklasse, der Liiga, stand der 44-jährige Mälkiä in seiner Heimat Lappeenranta über Jahre als Assistenz- und Video-Coach für Saimaan Pallo (SaiPa) an der Bande. Von 2016 bis 2018 führte er auch das U20Team des gleichnamigen Vereins als Headcoach durch die Meisterschaften. Darüber hinaus war er rund 15 Jahre als Video-Coach Teil der finnischen Eishockey-Nationalmannschaft und vertrat diese an Weltmeisterschaften sowie an den Olympischen Spielen. 2011 gewann er unter Cheftrainer Jukka Jalonen mit dem Nationalteam WM-Gold, 2010 und 2014 Olympia-Bronze, 2006 Olympia-Silber. Zuletzt amtete er alsHeadcoach beim gleichnamigen Unihockeyteam (SaiPa), das in der finnischen Zweitklassigkeit (Division) spielt.

Assistiert wird Janne Mälkiä von Patrick Vetsch, der in der abgelaufenen Saison zum Staff des Ligakonkurrenten Davos-Klosters zählte. Bild: zvg

Assistenztrainer wird Patrick Vetsch

Assistiert wird Janne Mälkiä von Patrick Vetsch, der in der abgelaufenen Saison zum Staff des Ligakonkurrenten Davos-Klosters zählte. Zuvor hatte er als Assistenztrainer auch NLA-Erfahrungen bei Malans, Waldkirch St. Gallen und Red Lions Frauenfeld (Frauen) gesammelt. 2014 zählte er zudem zum Betreuerstaff des Schweizer Nationalteams und vertrat die Schweizer Farben bei der WM in Göteborg. «Mit Patrick haben wir einen Assistenten mit viel Erfahrung in unserem Team. Ich bin überzeugt, dass er die ideale rechte Hand für Janne sein wird.»

Weiterhin an der Bande sein wird Assistenztrainer Thomas Krieg. 

Lukas Wildhaber hat seinen Rücktritt bekanntgegeben. Bild: Carlo Stuppia

Wildhaber, Suter, Soini und Bamert sagen Tschüss

Im Spielerkader kommt es ebenfalls zu einigen Veränderungen. So hat mit Lukas Wildhaber (seit 2014) ein Leader, der mit vielen Verletzungen zu kämpfen hatte, seinen Rücktritt bekanntgegeben, genauso wie der Zuger Tassio Suter (seit 2018 mit einem Jahr Unterbruch) und der Finne Anssi Soini, der drei Jahre für die Devils auflief. Definitiv verabschiedet hat sich auch Mike Schmid (seit 2015), der immer wieder mit Verletzungen ausgebremst wurde oder beruflich absorbiert war.

Etwas überraschender kommt hingegen der Rücktritt von Patrick Bamert. Als filigraner Techniker und Skorer sammelte er seit 2015 reichlich NLB-Skorerpunkte (53 in der Saison 2016/17). Nun zieht er sich, nachdem er noch vor zwei Jahren das NLA-Abenteuer bei Waldkirch St.Gallen in Angriff genommen, aber frühzeitig abgebrochen hat, aus dem ambitionierten Unihockeysport zurück.

Junioren sind nun fest eingebunden

Die angesprochenen Junioren,die nun fix zum NLB-Kader gehören, heissen Jan Wittenwiler, Kilian Franzen und Tizian Widmer, die allesamt schon im vergangenen Jahr in der Schweizer Zweitklassigkeit aufgelaufen waren. Erstgenannter brachte es gar schon auf 21 Tore und 7 Assists. Zudem stossen die weiteren U21-Spieler Noel Walter und Manuel Züger zum Team. Und der Abgang von Anssi Soini konnte mit Aki Kolari kompensiert werden. Der 27-Jährige spielte in seiner Heimat Vantaa bei Tikkurilan Tiikerit in der höchsten finnischen Liga und soll fort-an die Märchler Defensive zu noch mehr Stabilität verhelfen.

Redaktion March24 & Höfe24