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Pfäffikon
08.06.2022
08.06.2022 14:25 Uhr

Viele Tränen auf dem Weg nach oben

Beatrice Egli's grösste physische Herausforderung: der Aufstieg zum Matterhorn.
Beatrice Egli's grösste physische Herausforderung: der Aufstieg zum Matterhorn. Bild: zvg
Im zweiten Teil der Doku «Beatrice Egli – unlimited» spricht die Pfäffikerin über ihre Zeit an der Schauspielschule, «DSDS» und die Besteigung des Matterhorns.

«Seit ich denken kann, weiss ich, dass ich Schlagersängerin werden will», sagt die Pfäffikerin zu Beginn des zweiten und letzten Teils der Doku, der heute auf dem Streamingdienst oneplus veröffentlicht wird.

Von Hamburg nach Köln …

2008 zieht Egli nach Hamburg, um dort Schauspiel zu studieren. «Es war Zeit, meinen Weg zu gehen. Und ich wusste, dass ich dort viel lernen kann», beschreibt sie ihre damaligen Beweggründe. 

Drei Jahre lang studiert Beatrice Egli in Hamburg und steht an den Wochenenden in der Schweiz als Schlagersängerin auf der Bühne.

DSDS – der Durchbruch

2013 dann die Entscheidung, die ihr Leben verändern sollte. Die damals 24-Jährige nimmt am Casting von «Deutschland sucht den Superstar» teil. «Mir war bewusst, dass ich ein grosses Risiko eingehe – entweder, sie zerreissen mich, oder ich erreiche das, was ich will, habe mehr Auftritte und kann von der Musik leben.»

Wie wir heute wissen, gewann die Pfäffikerin die Castingshow und gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten Schlagersängerinnen im deutschsprachigen Raum.

Abgebrochene Tournee

In der Doku wird auch Eglis Auszeit im Jahr 2018 thematisiert. «Ich war auf Tournee und bekam eine Grippe. Eigentlich hätte ich die Tournee abbrechen sollen. Das war für mich aber unmöglich», erzählt die Schlagersängerin.

Sie habe nicht gewusst, wie sie die Konzerte durchstehen solle. «Als der Körper nicht mehr mitmachte, wurde es für mich auch psychisch schwierig. Unter Tränen auszusprechen, dass ich nicht mehr kann, war ein sehr schwieriger Moment», sagt sie.

In Australien fand sie wieder zu sich selbst und verarbeitet ihre Erfahrungen im Lied «Terra Australia».

Grosser Gipfel, noch grössere Herausforderung

Beatrice Eglis bisher grösste Herausforderung ihres Lebens war die Besteigung des Matterhorns im vergangenen Sommer. In der Doku spricht die 33-Jährige über die mentale und körperliche Belastung des Aufstiegs, bei dem auch Tränen flossen.

«Beim Klettern wurde mir zum ersten Mal bewusst, was ‹Der Weg ist das Ziel› wirklich bedeutet», blickt die Pfäffikerin zurück. Nachdem der Aufstieg witterungsbedingt zweimal verschoben werden musste, steht sie am 19. August 2021 endlich auf dem Gipfel des Zermatter Hausbergs. «Der Berg hat mir alles abverlangt», resümiert sie.

Irene Lustenberger, Redaktion March24 & Höfe24