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Altendorf
04.06.2020

Neues Zuhause für Kindergärten

Bild: zvg
Für knapp 10 Mio. Fr. baut die Genossame Schillingsrüti Altendorf hinter der Pizzeria Freihof in Altendorf ein L-förmiges Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen, zwei Kindergärten, Tiefgarage und 350 m2 Spielplatz.

Das Haus Höfli ist seit zehn Jahren, die Bitzi-Überbauung in Altendorf seit Jahrzehnten in Besitz der Genossame Schillingsrüti. Die Gebäude dazwischen – Pizzeria Freihof und Ex-Kälin-Klischee – wurden erst vor wenigen Jahren erworben. 

Wie dem Amtsblatt zu entnehmen ist, plant die Genossame nun auf dem Areal eine Überbauung. Das Haus der ehemaligen Druckerei wird abgerissen,
die freie Fläche hinter dem «Freihof» überbaut. Wie Genossenpräsident Pius Marty erzählt, soll da, wo vor weit über 50  Jahren noch Bauernhof samt Schweinestall standen, nach rund zweijähriger Bauzeit ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohnungen, 36 Tiefgaragenplätzen, einem Doppelkindergarten und einer Gewerbefläche von rund 100  m2 stehen. Dazu kommt ein Spielplatz von 350  m2, den alle drei Parteien nutzen können. 

Insgesamt verschlinge das Projekt gut 9,5 Mio. Franken – rund zwei Millionen zusätzlich für den Landkauf.

Schulleiter hofft auf weniger Lärmklagen

Besonders spannend klingt der Bau eines Doppelkindergartens. Wie Recherchen ergaben, sollen dereinst der Kindergarten Türkis (aktuell in der Bitzi) und der Kindergarten Orange (aktuell im Hinterfeld) in den Neubau umziehen. «Behörden und Schulleitung wollen künftig mindestens zwei Klassen am gleichen Standort haben», schreibt Schulleiter Marcel Diethelm.

«Am neuen Standort können die Kinder in der Pause auch etwas lauter sein.» Zudem steht ihnen wiederum ein grosser Spielplatz mit Unterstand und sogar eigenen Pflanzbeeten zur Verfügung. Der Standort selbst ist unwesentlich weiter östlich als der heutige des Kindergartens Türkis. Dies erachtet Marcel Diethelm nicht als Nachteil: «Es gibt viele Kinder im Umkreis von wenigen Hundert Metern westlich und
östlich, die diesen Kindergarten gut besuchen können.» 

Genossenpräsident Pius Marty hofft, in diesem Herbst mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Gleichzeitig mit der Realisation des Neubauprojekts wird in der Überbauung Bitzi die bestehende Holzschnitzelheizung ersetzt und vergrössert. Sie soll künftig alle im Umkreis liegenden Gebäude der Genossame mit Wärme versorgen, wie Marty ausführt.

Im Winter 2022 soll der Neubau bezugsbereit sein. Wann die beiden Kindergärten ihre neuen Räumlichkeiten beziehen werden, wussten die Verantwortlichen noch nicht. Das Mobiliar soll wenn möglich übernommen werden. «Ob im neuen oder einem anderen unserer sechs bis sieben Kindergärten, wird die Detailplanung zeigen.» 

Silvia Gisler