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Lachen
07.05.2022

Schritt für Schritt zur neuen Uniform

Anhand einer Modell-Uniform nimmt Marianne Egli von der Schuler Manufaktur 6418 bei jedem Musiker (im Bild Larissa Stöckli, Präsidentin der Uniformen-Kommission) die Masse.
Anhand einer Modell-Uniform nimmt Marianne Egli von der Schuler Manufaktur 6418 bei jedem Musiker (im Bild Larissa Stöckli, Präsidentin der Uniformen-Kommission) die Masse. Bild: Irene Lustenberger
Der Harmonie Musikverein Lachen feiert bald ihr 125-Jahr-Jubiläum. Am Sonntag wird die neue Uniform eingeweiht. Doch wie lange dauert es überhaupt, bis die Musikerinnen und Musiker diese anziehen können?

Nach 27 Jahren hat die weinrote Uniform des Harmonie Musikvereins (HMV) Lachen ausgedient. Zum 125-jährigen Bestehen macht sich der Verein quasi selbst ein Geschenk und erhält eine neue Uniform.

Die Uniform, deren Aussehen bis zur Präsentation am Sonntag, 22. Mai, ab 12.30 Uhr streng geheim bleibt, wurde vom Atelier Büttiker AG in Pfaffnau entworfen und von Schuler Manufaktur 6418 aus Rothenthurm hergestellt. Es ist also alles «Made in Switzerland».

Mitglieder dürfen mitbestimmen

Seit Herbst 2019 befasste sich die fünfköpfige Uniformen-Kommission mit dem neuen Outfit. Mittels Umfrage konnten die 35 Mitglieder ihre Wünsche bekannt geben. 

Anhand der Rückmeldungen schlug das Atelier Büttiker fünf Uniformen vor. «Wir achteten darauf, dass wir eine andere Farbe haben als unsere Nachbarvereine. Auch wurde die Geschichte von Lachen und der Uniformen bei der Auswahl miteinbezogen», erklärt Larissa Stöckli, Präsidentin der Uniformenkommission.

«Neutrale Uniform mit Wow-Effekt»

Geplant war, im Dezember 2020 über die zukünftige Uniform zu entscheiden. Wegen den damals herrschenden Restriktionen konnte dies erst ein knappes halbes Jahr später, im Mai 2021, getan werden.

Schnell kristallisierte sich ein Favorit heraus, sowohl bei den Musikern wie auch bei der Kommission. «Es ist eine neutrale Uniform mit Wow-Effekt und einer Farbe, die noch kein anderer Musikverein trägt», verrät Larissa Stöckli.

In Handarbeit produziert

Damit jeder Musiker eine passende Uniform erhält, wurde im Oktober Mass genommen. Von Kopf bis Fuss wurde alles millimetergenau ausgemessen und notiert. Danach machte sich das Team von Schuler Manufaktur 6418 an die Arbeit.

  • Schuler Manufaktur 6418 legt Wert auf Handarbeit. Bild: Irene Lustenberger
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  • Und auch die Hosen erhalten den letzten Schliff. Bild: Irene Lustenberger
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«Für eine komplette Uniform brauchen wir rund einen Monat», erklärt Mitinhaber und Geschäftsführer Stefan Steiner. Die Schuler Manufaktur 6418 zählt rund 40 Mitarbeiter und stellt nicht nur Uniformen für Musikvereine und Polizeikorps her, sondern auch diverse Trachten und Firmenbekleidung. Steiner legt Wert darauf, dass alles – vom Zuschnitt über die Näharbeiten bis zu den Stickereien – vor Ort in Handarbeit erfolgt.

Letzte Anpassungen

Rund zwei Monate vor dem Fest, Ende März, durften die Lachner Musiker erstmals in ihre neue Uniform schlüpfen. Passen das Hemd, die Hose, das Gilet und der Veston? Und hat der Hut die richtige Grösse?

Insgesamt produziert die Rothenthurmer Firma für den Lachner Musikverein 37 Uniformen. Erhält der Verein Zuwachs, ist Stoff für weitere zehn Uniformen vorhanden. Die Kosten belaufen sich total auf über 100 000 Franken. Ein Grossteil davon wird durch Sponsorengelder gedeckt, den Rest finanziert der HMV durch Eigenmittel.

Die Lachner Musikerinnen und Musiker freuen sich nun auf das Frühlingsfest vom 20. bis 22. Mai, insbesondere auf den Sonntag, wenn sie ihre neue Uniform der Öffentlichkeit präsentieren dürfen. Man darf gespannt sein …

Irene Lustenberger, Redaktion March24 & Höfe24