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Sport
04.06.2020

Wieder in den Zwilchhosen

Im Schwingtraining gehts wieder zur Sache, Schwingfeste und Jungschwingertage sind jedoch bis auf weiteres untersagt. Der Schwingklub March-Höfe hofft noch immer auf das Herbstschwinget in Siebnen.

Die vom Bundesrat erlassenen Lockerungen betreffen auch den Schwingsport. Der Eidgenössische Schwingerverband hat mit dem Bundesamt für Sport ein Konzept erarbeitet, welches nach einer dreimonatigen Zwangspause die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs in den Schwinghallen ab dem 6. Juni erlaubt.

Der Zentralvorstand hält dazu auf seiner Website fest, dass die Eigenverantwortung und der zu dokumentierenden Rückverfolgbarkeit nun eine ganz spezielle Bedeutung zukommt. Schwinger mit Krankheitssymptomen dürfen nicht ins Training. Die Abstandsregel von zwei Metern ist nach wie vor einzuhalten. Einzig im eigentlichen Trainingsbetrieb ist der Körperkontakt in allen Sportarten wieder zulässig. Es ist absolute Pflicht, beständige Trainingsgruppen zu definieren und diese mittels Tabelle bei jedem Training festzuhalten. Sollten sich innerhalb der Gruppe Corona-Fälle ergeben, wird diese gesamthaft in die Quarantäne geschickt. Bei Wechsel von verschiedenen Gruppen am gleichen Trainingstag sind die gängigen Abstandsregeln und Hygienemassnahmen einzuhalten.

Jungschwingertage und Schwingfeste jeglicher Art sind bis auf weiteres untersagt.  Der Innerschweizer Schwingerverband seinerseits hielt diese Woche eine Sitzung ab, um festzulegen, wie die neuen Schutzbestimmungen in den Kantonalverbänden und in den Klubs im Detail umzusetzen sind.

Marcel Steinauer: wieder Licht am Horizont

Die positive Nachricht, dass der Trainingsbetrieb auch in den sechs Klubs des Schwyzer Kantonalen Schwingerverbandes nächste Woche wieder aufgenommen werden kann, freut auch den TK-Chef Marcel Steinauer. «Endlich sehen wir wieder etwas Licht am Horizont. Auch wenn Schwingfeste nach wie vor nicht erlaubt sind, ist die Freude über die erste Lockerung gross.» Gerade auch für den Nachwuchs sei es wichtig, dass er sich wenigstens in den Trainings weiter entwickeln kann. Steinauer wartet nun die Weisungen des Innerschweizerischen Schwingerverbandes ab. Danach werde er diese mit den TK-Chefs der sechs Klubs besprechen. «Die Priorität liegt auf den Trainings in den Klubs. Wie weit in diesem Jahr überhaupt noch kantonale Zusammenzüge stattfinden werden, ist noch völlig offen», sagte Steinauer. 

Wie der Ausserschwyzer Schwingklub auf seiner Webseite bekanntgibt, wird das Training ab nächstem Dienstag wieder aufgenommen. Auch SKMH-Präsident Sepp Holdener ist «glücklich, dass es wieder losgeht». Er hat nicht nur das Training im Auge. Sein Blick reicht schon in den September. Geht die schweizweite Entwicklung in Richtung Öffnung so weiter wie bis anhin, «so steht dem Herbstschwinget in Siebnen nichts mehr im Weg», wie Holdener sagt. Das ist das grosse Ziel. «Wir sind immer noch gut im Fahrplan und hoffen natürlich, diesen Anlass durchführen zu können.» Um die Durchführung zu gewährleisten, brauche der Schwingklub March-Höfe eine Vorbereitungszeit von nur drei Wochen im Voraus. Für Holdener wäre es wichtig, «so ein richtig gutes Saisonende hinlegen zu können». Eine Saison, die bis anhin noch gar nicht begonnen hat. 

Redaktion March24/Höfe24