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Auto & Mobil
28.04.2022

Lückenschliessung Oberlandautobahn vorziehen

Seit über 30 Jahren klafft eine Lücke bei der Zürcher-Oberland-Autobahn. (Symbolbild)
Seit über 30 Jahren klafft eine Lücke bei der Zürcher-Oberland-Autobahn. (Symbolbild) Bild: FDP Wetzikon
Der Bundesrat hat Ende Januar die Vernehmlassung zum aktualisierten Strategischen Entwicklungsprogramm Nationalstrassen (STEP-NS) eröffnet. Der TCS Zürich begrüsst die Vorlage.

Er bittet aber darum, insbesondere die Planungsarbeiten zur Lückenschliessung der Oberlandautobahn unverzüglich an die Hand zu nehmen und das Projekt im Realisierungshorizont vorzuverlegen.

  • weiter teilt der TCS mit:

Im Oberland klafft seit über 30 Jahren eine Lücke in der Oberlandautobahn N15. Diese soll gemäss dem Vorschlag des Bundesrates bis 2040 geschlossen werden. Der TCS fordert ein forscheres Tempo.

Die Glattalautobahn ist zur Entlastung des Autobahnabschnittes zwischen Zürich-Nord und Winterthur-Töss von äusserster Wichtigkeit. Der TCS Zürich begrüsst die nun geplanten, vorgängigen Arbeiten zur Verschiebung der Bahnlinie für den Trassenabtausch.

Situation zwischen Uster und Betzholz schon heute nicht tragbar

Schon heute sind die Strassenkapazitäten ungenügend und die Situation für die Bevölkerung in den dichtbesiedelten Ortschaften zwischen Uster und Hinwil untragbar. Hier verkehren täglich 30'000 Fahrzeuge durch die Gemeinden Aathal-Seegräben, Wetzikon und Hinwil. Bei Stau bildet sich Schleichverkehr in den Quartieren und Ausweichverkehr in andere Gemeinden, was die Lebensqualität beeinträchtigt. Der hohe Anteil des Schwerverkehrs bringt Lärm sowie Luftverschmutzung und beim Fuss- und Veloverkehr leidet die Verkehrssicherheit.

Der Bahnhof Wetzikon ist ein wichtiger Umsteigeknoten des ÖV mit 11 Buslinien und täglich rund 30'000 Personen. Der Busverkehr wird durch den Stau ausgebremst. Die Zuverlässigkeit und damit auch die Attraktivität des ÖV leiden aufgrund von verpassten Anschlüssen und Zeitverlust.

Spätestens seit dem Bundesgerichtsentscheid von 2012 ist in Bezug auf die Umweltverträglichkeit bei allen Interessenvertretern eine hohe Sensibilität vorhanden. Bei der Ausarbeitung der vorliegenden Routenvarianten wurde dem Umweltschutz bereits höchste Priorität eingeräumt. Hierzu liegen umfangreiche Planungsgrundlagen vor.

Überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum steigert Handlungsdruck

Die Bevölkerung soll im Kanton Zürich bis 2050 um 29 Prozent auf total 2 Millionen wachsen. Im Zürcher Oberland und im Glattal wird ein Zuwachs von rund 30 Prozent erwartet. Dies ist im Vergleich zu den vom BfS geschätzten 20 Prozent für die Gesamtschweiz weit überdurchschnittlich. Dieses Wachstum führt auch bei ausgebautem ÖV und zunehmender Attraktivität des Velos zu mehr Autoverkehr. Für den Wirtschaftskanton Zürich ist ein gut funktionierendes Gesamtnetz von höchster Bedeutung.

Aufgrund der unzumutbaren Situation, des daraus hervorgehenden Handlungsdrucks und des fortgeschrittenen Planungsstandes, bittet der TCS Zürich den Bundesrat die Schliessung der Lücke in der Oberlandautobahn beim Realisierungshorizont vorzuziehen. Die noch nötigen Planungsarbeiten sollen baldmöglichst an die Hand genommen und die dafür erforderlichen finanziellen Mittel schon jetzt zur Verfügung gestellt werden.

Für die Glattalautobahn liegt eine mit dem Kanton und der Region konsolidierte Lösung vor. Die Arbeiten kommen hier in Gange, der Finanzierungsbedarf ist berechnet und wird beantragt, was der TCS Zürich sehr begrüsst. 

TCS Sektion Zürich/Goldküste24