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Feusisberg
27.04.2022

Grosse Verwirrung um Rechnungsprüfer in Feusisberg

Trotz der Bereinigung der Listen durch die Ortsparteien kommt es in Feusisberg zu einer Kampfwahl um die RPK.
Trotz der Bereinigung der Listen durch die Ortsparteien kommt es in Feusisberg zu einer Kampfwahl um die RPK. Bild: Archiv
Bei den Gemeinderatswahlen in Feusisberg sollten gleich acht Rechnungsprüfer gewählt werden. Es sind jedoch nur fünf erlaubt. Auch nach der Bereinigung stehen noch sieben Namen zur Wahl – einer davon unfreiwillig.

Am 15. Mai finden die Bezirks- und Gemeinderatswahlen statt. Eine besondere, ja fast schon skurrile Situation hat sich jedoch in der Gemeinde Feusisberg ergeben. Dabei geht es um die Rechnungsprüfungskommission (RPK) – eine Fachkommission also, deren Kandidaten meist im Berufungsverfahren für die Wahlen rekrutiert werden.

Acht Kandidierende sind drei zu viel

Weil einige RPK-Mitglieder in den nächsten Jahren aufhören wollen, begaben sich die Feusisberger Ortsparteien fleissig auf die Suche nach geeigneten Leuten. Ziel war es, die Kommission vorübergehend aufzustocken, damit kein fachliches und personelles «Loch» entsteht.

Die Suche war wahrlich erfolgreich: Mit Stichdatum vom 17. März haben die fünf Ortsparteien insgesamt acht Kandidierende in verschiedenen Zusammensetzungen nominiert: die Bisherigen Patrick Nützi (FDP), Adrian Eggler (SVP), Tobias Hegner (FDP) und Jeremias Mächler CVP) sowie die Neuen Michael Kälin (FDP), Punleuk Kam (GLP), Heidy Rennhard (SVP) und Lara Steiner (CVP). Nur Thomas Ruoss (CVP) tritt definitiv zurück.

Nur der alt Gemeindeschreiber erinnerte sich

Alt Gemeindeschreiber Werner Müller machte den Gemeinderat darauf aufmerksam, dass die Gemeinde Feusisberg anno 1994 eine Obergrenze von fünf RPK-Mitgliedern festgelegt hatte. Tatsächlich wurde man im Gemeindearchiv unter der neuen Gemeindeschreiberin Seraina Baumann fündig, und Gemeindepräsident Martin Wipfli entschuldigte sich an der Gemeindeversammlung öffentlich für das Versehen.

Weil man nun aber lieber keine Kampfwahl für die RPK möchte – willige und fähige Kandidaten sollten nicht unnötig durch eine Nichtwahl vergrault werden – wurden die Ortsparteipräsidenten angehalten, die Liste zu «strählen». Wirklich verzichtet hat dann allerdings nur eine SVP-Vertreterin, und selbst Präsident Patrick Nützi (FDP), der eigentlich zurücktreten will, ist auf der CVP-Liste «hängengeblieben». So verbleiben sieben Namen auf den Listen, sechs Willige und ein Unfreiwilliger.

Andreas Knobel und Anouk Arbenz, Redaktion March24 & Höfe24