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Kanton
24.04.2022
24.04.2022 16:26 Uhr

Preise für Wohneigentum im Kanton Schwyz steigen weiter

In den Gemeinden Wollerau, Freienbach, Feusisberg, Altendorf und Lachen ist Wohneigentum derzeit besonders teuer. Hier abgebildet: Bäch.
In den Gemeinden Wollerau, Freienbach, Feusisberg, Altendorf und Lachen ist Wohneigentum derzeit besonders teuer. Hier abgebildet: Bäch. Bild: Archivbild
Im Jahr 2021 ist Wohneigentum noch unerschwinglicher geworden. Ganze 15 Prozent stiegen die Preise für ein mittleres Einfamilienhaus, bei Eigentumswohnungen sind es neun Prozent.

De Pandemie mit Homeofficepflicht hat gezeigt: Wohnkomfort ist zu einem wichtigen Anliegen geworden. Viele möchten sich den Traum nach den eigenen vier Wänden erfüllen.

In Verbindung mit tiefen Hypothekarzinsen erlebt die Nachfrage nach Wohneigentum einen markanten Boom. Entsprechend verhält sich die Preisentwicklung. Im heiss umkämpften Schwyzer Immobilienmarkt schlägt sich dies be-sonders deutlich nieder.

Schwyz an der Spitze

Landesweit verzeichnet Schwyz den stärksten Preisanstieg bei Einfamilienhäusern mittlerer Grösse. Satte 15 Prozent betrug er 2021 gegenüber dem Vorjahr, wie die Schwyzer Kantonalbank in einer Mitteilung schreibt. Die Region Ausserschwyz präsentiert sich in Bezug auf die Immobilienpreise schon seit längerem als Hot-Spot.

Im vierten Quartal des vergangenen Jahres mussten Kaufinteressierte zwischen Wollerau und Altendorf für ein mittleres Einfamilienhaus an guter Lage über 2,2 Mio. Fr. hinblättern. Unmerklich besser sieht es in Lachen, Wangen und Galgenen aus. Dort kostet ein vergleichbares Haus zwischen 2 und 2,2 Mio. Franken. In Reichenburg sind es immerhin noch 1,6 bis 1,8 Mio. Franken (siehe Grafik).

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  • Bild: Wüest Partner AG
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Auch beim Stockwerkeigentum sind die Preise gestiegen, wenn auch ein wenig moderater. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Anstieg für Eigentumswohnungen neun Prozent. In absoluten Zahlen entspricht dies gemäss Schwyzer Kantonalbank einem Aufpreis von rund 100 000 Franken.

Zum Vergleich: Schweizweit betrug die Preissteigerung im Mittel bei den Einfamilienhäusern 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei den Eigentumswohnungen sind es durchschnittlich 5,5 Prozent – wie aus den aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik hervorgeht.

Nachfrage übersteigt Angebot

Der Grund für die Preisentwicklung ist in der aktuellen Marktlage zu suchen. Die Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot. Zudem stagniert die Bautätigkeit. Vergangenes Jahr sei im gesamten Kanton der Bau von nur rund 150 Einfamilienhäusern bewilligt worden.

Preise steigen weiter

Beim Stockwerkeigentum sieht es nicht viel besser aus. Im vierten Quartal betrug die kantonale Angebotsziffer nur 1,7 Prozent. Damit ist sie nur halb so hoch wie das langjährige Mittel. Im schweizweiten Durchschnitt beträgt sie vier Prozent.

Mit Blick auf die erteilten Baubewilligungen ist auch bei den Eigentumswohnungen keine Entspannung in Sicht.

Franziska Kohler, Redaktion March24 & Höfe24