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Altendorf
02.04.2022

Park am See: Mehrkosten wegen Rechtsstreit

Der «intensiv genutzte Teil» des Parkes befindet sich im Osten. Abgebildet sind hier die Spielwiese sowie der Pavillon und der Steg im Hintergrund.
Der «intensiv genutzte Teil» des Parkes befindet sich im Osten. Abgebildet sind hier die Spielwiese sowie der Pavillon und der Steg im Hintergrund. Bild: zvg
Ein Rechtsstreit verzögerte das Projekts «Park am See» in Altendorf um mehrere Jahre. Die Folge sind nun entstandene Mehrkosten für Planungs- und Bauarbeiten.

Das Projekt «Park am See» in Altendorf wartet schon lange auf seine Umsetzung. Dazwischengekommen war ein Rechtsstreit, den die Gemeinde Altendorf vor Bundesgericht verlor. Somit wurde der Plan, die Baustellenzufahrt über den Bahnweg zu erschliessen, über den Haufen geworfen. Um die Frauen und Männer von Altendorf auf den neusten Stand des Projekts zu bringen, hat die Gemeinde zur Infoveranstaltung geladen.

Arbeiten mussten neu ausgeschrieben werden

Stand Januar 2022 beliefen sich die Mehrkosten aufgrund der Verzögerung auf 962'000 Franken, womit die Gesamtkosten auf einen Betrag von 3'338'000 Franken steigen. Davon würden 580'000 Franken allein durch die neue Baustellenerschliessung und die Verzögerung entstehen. «Durch die Verzögerung des Baustarts musste die Baumeisterarbeit neu ausgeschrieben werden, wodurch zusätzliche Honorarkosten entstanden sind», erklärte der abtretende Säckelmeister Markus Suter. Ausserdem ist der Bauindex im Hoch- und Tiefbau seit 2017 laufend gestiegen.

Im «naturnahen Teil» soll mittels Riedwiesen die Artenvielfalt unterstützen werden. Bild: zvg

Seestattstrasse/Hafenweg keine Option für Erschliessung

Ein Grossteil des Materials, den es für den Bau braucht, kann nur über den See oder auf der Schiene zur Baustelle transportiert werden kann. Die Erschliessung über die Engelhofstrasse/den Hafenweg führt durch eine SBB-Unterführung und ist durch den beschränkten Platz nur für Kleinfahrzeuge zugänglich. Das Platzproblem gäbe es auch von der Seestattstrasse her. Ausserdem laufe in Bezug auf die Erschliessung vom Hafenweg her noch ein Verfahren, weshalb man noch nicht mehr dazu sagen könne.

«Park am See» wird so oder so gebaut

Der zweite Teil der Mehrkosten, total 382'000 Franken, betrifft die Kosten für das Baunebengewerbe. Einen Teil der Mehrkosten tilgen bereits zugesicherte Beiträge Dritter in Höhe von 347'000 Franken, wodurch sich der benötigte Netto-Zusatzkredit auf 615'000 Franken beläuft. Über die Mehrkostenbewilligung stimmen die Bürgerinnen und Bürger an der Urne ab.

Sollte der Zusatzkredit abgelehnt werden, wird ein «Park am See light» gebaut. «Dessen Abstriche müssten allerdings noch definiert werden, was für das Projekt eine weitere Zusatzrunde bedeuten würde», sagte Gemeinderat Christian Iten, Leiter Ressort Hochbau und Liegenschaften.

Wasserspiele und viel Platz zum Spielen für die Kinder. Bild: zvg

Ökologische Aufwertung wichtiger Projekt-Bestandteil

Der «Park am See» soll aus zwei Teilen bestehen. Ein Diagonalweg trennt die grüne Landschaft in einen West- und Ostteil. Letzterer soll als «intensiv genutzter Teil» gelten und eine Begegnungszone mit Spielwiese, Pavillon, Steg aufs Wasser und einer Feuerstelle bieten. Für die Kinder ist ausserdem die Spielanlage «versunkenes Schiff» geplant, welche an manchen Stellen sogar rollstuhlzugänglich sein soll. Die Zeit vertreiben können sich die Kinder auch in der Spielanlage «Wasser und Sand», deren Sandbecken umgeben ist von Betonquadern mit eingelassenen Mäandern. Im westlichen respektive «naturnahen Teil» ist der Schwerpunkt auf die ökologische Aufwertung des Landstücks gelegt. Trampelpfade und Sitzgelegenheiten gibt es aber auch hier für diejenigen, welche sich den ruhigen Rückzug in die Natur wünschen.

Erika Unternährer, Redaktion March24 und Höfe24