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Freienbach
25.05.2020

Gratis Desinfektionsmittel für Alterszentren und Spitäler

Die Dupont-Desinfektionsmittel werden hier dem Paracelsusspital überbracht. (Bild zvg)
Die Chemiefirma Dupont mit Niederlassung in Freienbach verteilt Desinfektionsmittel nach WHO-Normen an diverse Institutionen in der Region Ausserschwyz.

von Patrizia Baumgartner

Dupont in Freienbach stellt eigentlich Spezialmaterialien für die Automobilindustrie her, unter anderem auch neue Entwicklungen für Elektrofahrzeuge. In den letzten Wochen hat die Firma jedoch mit Desinfektionsmittel für Aufsehen gesorgt.

Die nötigen Zutaten sofort gesichert
«Als Chemieunternehmen stellten wir gleich mehrere tausend Liter Desinfektionsmittel her und liessen es in 500 Milliliter-Flaschen abfüllen», so der Freienbacher Dupont-Standortleiter Andreas Lutz. «Aber nicht, um es zu verkaufen, sondern für den Eigengebrauch und um es zu verschenken.» Das normalerweise profitorientierte Unternehmen entschloss sich früh in der Coronavirus-Pandemie, die nötigen Zutaten zu sichern und selber Desinfektionsmittel nach WHO-Standard herzustellen.

Dazu braucht es vor allem Alkohol, Glycerin und wenig Wasserstoff­peroxid. So sei das Mittel am effektivsten und hautschonendsten. Lutz empfiehlt jedoch nicht, das Desinfektionsmittel selber herzustellen.

Um die Verteilung kümmerte sich Judith Schiller, office professional. Sie fragte Firmen in der Region an, ob sie Verwendung für das gratis Desinfektionsmittel hätten. «Zum Teil gibt es lange Lieferfristen oder Desinfektionsmittel wird schlicht überteuert verkauft», sagt sie.

Manche der Angefragten konnten ihr Glück kaum fassen und kamen gerne auf das Angebot zurück, zum Beispiel die Spitäler in Einsiedeln und Richterswil, das Alterszentrum Pfarrmatte in Freienbach sowie das Haus Tabea in Horgen. Einige Anfragen sind noch offen.

Masken und Desinfektion obligatorisch
Fürs Erste limitierte Dupont die Spenden auf maximal 24 Halbliter-Flaschen pro Einrichtung. «Eventuell können wir später nochmals nachliefern», so Lutz, denn Desinfektionsmittel werde sicher noch eine ganze Weile lang gebraucht.

Auch bei Dupont in Freienbach, wo total 70 Mitarbeiter tätig sind, hat wegen der Corona-Pandemie jeder Mitarbeiter ein eigenes Desinfektionsmittelfläschchen auf dem Pult und die Reinigungsintervalle im ganzen Gebäude wurden verkürzt. Dazu herrscht Maskentragepflicht.

Redaktion March24/Höfe24