Tuggen
21.05.2020

Lebensmittel aus der Region in Film vorgestellt

Filmemacherin Sandra Claus will lokale Produkte besser verstehen. In ihrem dritten Video widmet sie sich dem Linthmais.

Das Gute liegt so nah! In Zeiten von Corona werden wir uns dessen umso bewusster. Lebensmittel aus der Region, Produkte aus der unmittelbaren Umgebung – ohne lange Lieferketten – haben Zulauf wie kaum zuvor. Doch wie viel wissen wir wirklich darüber?

Sandra Claus von Atelier Claus hat sich mit ihrem dritten Produktevideo erneut auf die Spurensuche gemacht. Dieses Mal steht die alte, robuste Sorte Linthmais im Mittelpunkt.

Neben den aktiv am Linthmais-Film Mitwirkenden – Christian Bruhin, Stephan Fässler und Sandra Claus – waren am letzten Freitag auch die zwei Nationalräte, Alois Gmür sowie Martin Haab im Restaurant Albishaus anwesend. 

Das rund zehnminütige Video erzählt die Geschichte der Wiederentdeckung des Linthmais durch Christian Bruhin, zeigt die für das Bestehen des Saatguts wichtige Tradition der «Ushülltschete», veranschaulicht den Mahlvorgang auf einer alten Militärmühle und vieles mehr.

Von der Idee zum Video

Mit gerade mal 60 Körnern aus der Schweizer Genbank führte Christian Bruhin als blutjunger Bauer die alte Maissorte Ende der 90er Jahre wieder neu ein. Heute werden in der Linthebene wie auch im Zürcher Oberland zwischen 16 bis 18 Hektaren Linthmais jährlich angebaut. Daraus entstehen schmackhafte Produkte.

Sandra Claus hat es sich lange vor der Corona-Krise zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Trouvaillen zu entdecken, hinter die Fassaden eines lokalen Produktes zu blicken und die involvierten Menschen kennenzulernen, um das Produkt besser zu «verstehen». Ihre früheren Projekte handelten von «di fair Milch» sowie «Wie entsteht aus Grüngut nährstoffreiche Komposterde».

Redaktion March24/Höfe24