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21.05.2020
21.05.2020 20:43 Uhr

«Der Spuk muss ein Ende haben»

Nicht nur absurde Verschwörungstheoretiker lehnen sich gegen die Corona-Massnahmen auf. Es gibt immer mehr prominente Stimmen, die öffentlich Stellung beziehen.

Die absurden Verschwörungstheoretiker, die mit anderen Kritikern an Demonstrationen teilnehmen und sich im Netz weltweit ausbreiten, mehren sich. Sie sind aber längst nicht die einzigen, die ihre Stimme gegen die Corona-Massnahmen und gegen den schrittweisen Vorgang der Lockerungen erheben. Es gibt immer mehr Persönlichkeiten aus allen möglichen Branchen, welche die Corona-Krise und den Umgang damit öffentlich hinterfragen.

Reto Brennwald, Moderator und Talk/Film-Spezialist

äussert sich auf seinem Facebook-Profil: «Wer die Debatte genau verfolgte, musste sehr bald zum Schluss kommen, dass mit Disziplin und ein paar klaren Massnahmen die Situation unter Kontrolle zu bringen ist. Keine Grossveranstaltungen, Händewaschen, Abstand halten, situativ Mundschutz tragen. Lieber Bundesrat, das machen wir, wir sind fähig, Verantwortung zu tragen, macht jetzt Schluss, jeder Tag ist ein verlorener Tag.» Für seine Post erhält er Likes unter anderem von prominenten Persönlichkeiten wie Ex-Botschafter und Unternehmer Thomas Borer sowie Art-on-Ice-Chef Reto Caviezel.

Chris von Rohr, Autor und Musiker

fordert in seiner Kolumne Notabene in der Schweizer Illustrierten: «Bern, bitte genau hinschauen und kein falscher Seuchensozialismus. Diese Krise deckte auch gnadenlos die Schwachstellen unserer strategielosen Politiker auf. Trotz ernstzunehmenden Warnungen war schon die Krisenvorbereitung ungenügend.»

Roger Köppel, Nationalrat und Verleger

fragt in seinem Editorial «Der Spuk muss ein Ende haben»: «Ist der Shutdown der teuerste Fehlschlag aller Zeiten?» und meint weiter: «Natürlich ist die Schweiz keine Diktatur. Aber sie ist auf dem Weg dazu.»

Peter Spuhler, Stadler-Rail-Patron

im Blick-Interview: «Nun erwarte ich aber, dass die Wirtschaft – insbesondere der KMU-Bereich und die Gastronomie – schneller hochgefahren wird als vom Bundesrat geplant. Sonst werden wir grosse, nachhaltige wirtschaftliche Schäden zu beklagen haben.»

Ueli Maurer, Bundesrat

gibt an öffentlichen Auftritten zu: «Mir ist nicht mehr wohl in meiner Haut» und «Ich habe langsam genug von der Krise.»

Heinz Karrer, Economiesuisse-Chef

sagt im Blick-Interview: «Wir sind froh, dass der Bundesrat auf die Kritik reagiert und ein schnelles Hochfahren der Wirtschaft beschlossen hat. Insgesamt hätten wir uns dennoch schnellere Lockerungen gewünscht.»

Linth24