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12.01.2022
12.01.2022 17:08 Uhr

Lachens jüngste Fussballtrainer

Als Hilfsleiter unterstützen Joshua Staub und Livio Brusetti den FCLA mit viel Energie und Können.
Als Hilfsleiter unterstützen Joshua Staub und Livio Brusetti den FCLA mit viel Energie und Können. Bild: Alois Züger
Livio Brusetti und Joshua Staub sind beim FC Lachen/Altendorf als «1418coach» tätig.

Bekanntlich herrscht praktisch in allen Sportvereinen Mangel an geeigneten Leitern im Nachwuchsbereich. Im Sportförderprogramm des Bundes «Jugend und Sport» ist eine Leiterausbildung erst ab dem 18. Altersjahr möglich.

«1418coach» bietet Jugendlichen allerdings bereits ab dem 14. Altersjahr die Möglichkeit, nach einem zweitägigen Einführungskurs als Hilfsleiter im Verein tätig zu werden.

Schon die Väter sind Sporttrainer

Joshua Staub und Livio Brusetti haben im letzten Herbst gemeinsam den Grundkurs im Sportzentrum Kerenzerberg besucht und erfolgreich abgeschlossen. «Es war ein tolles Wochenende, schöne Fussballfilme wurden gezeigt und wir konnten neue Freundschaften schliessen», sagt der 15-jährige Joshua Staub.

Die beiden entschlossen sich zur Ausbildung, als sie von diesem Programm erfuhren und sich die Begeisterung sogleich einstellte. Dabei waren sie auch vorbelastet. Die Väter der beiden sind ebenfalls Trainer, einer im Fussball, einer im Volleyball.

Fulbito als Highlight

Gleich nach der Ausbildung stiegen sie voller Energie im Juniorenbereich des FC Lachen/Altendorf als Hilfsleiter ein. Mit der Betreuung eines Bambiniteams, am F/G-Turnier und am Fulbito sammelten die zwei Fussballbegeisterten erste Erfahrungen und Eindrücke.

«Bei den ersten Trainings war ich schon ein wenig nervös» sagt Brusetti. Das habe sich aber schnell gelegt, als er die Spieler und die Eltern besser kennenlernte. Es sei nicht immer einfach, die überaktiven Kinder zu bändigen.

Die Fussballfreunde im Rahmen von «1418coach» die Leiterausbildung. Bild: Alois Züger

Ein Highlight für beide war das Fulbito. Staub wurde als Trainer gar Erster. «Es hat viel Spass gemacht.» Der grösste Wunsch als Jungtrainer ist für Staub, dass er den Spielern beibringen kann, dass Fussball ein Mannschaftssport ist, dass man zusammen gewinnt und verliert.

Der 14-jährige Brusetti wünscht sich, dass die Eltern ihnen weiterhin Vertrauen schenken und er später auf einer anderen Stufe trainieren darf.

Wichtiges Programm für Vereine

Das «1418coach»-Programm bringt den Vereinen viel. Einerseits können so Personallücken gefüllt werden. Anderseits bringt aber eine solche frühe Erfahrung im Führungsbereich den Jugendlichen selbst viel.

Bei einer späteren sportlichen oder beruflichen Ausbildung kann dies ein guter Referenzpunkt sein. Und dass sich dabei noch ein kleines Sackgeld verdienen lässt, ist ein angenehmer Nebeneffekt für die Jugendlichen. Der zweitägige Grundkurs ist für Interessierte gratis. Anmeldungen zu den Kursen sind über die J+S-Verantwortlichen der verschiedenen Vereine zu tätigen.

 

Alois Züger, Redaktion March24 & Höfe24