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Lifestyle
24.04.2020

Für 2/3 der Schweiz Überwachung okay

Laut einer repräsentativen Umfrage würden sich 64 Prozent der Schweizer Bevölkerung freiwillig überwachen lassen. 36 Prozent wären dagegen.

Das Coronavirus hat die Welt lahmlegt. Nach wie vor und obwohl inzwischen bekannt ist, dass der Verlauf der Epidemie nicht annähernd an «schlimmste prognostizierte Szenarien» (Daniel Koch, BAG) herankommt. Laut einer Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte (veröffentlicht von der SDA) würden sich zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung trotzdem künftig freiwillig überwachen lassen. Über die Ostertage wurden 1500 Personen in der Schweiz online befragt, nach Angaben des Unternehmens repräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Region.

34 Prozent der Befragten seien vorbehaltlos für eine Erfassung ihrer Bewegungsdaten, 30 Prozent eher dafür. 36 Prozent würden sich hingegen gegen das sogenannte Contact Tracing stellen. Kategorisch lehnen aber nur 14 Prozent eine anonymisierte Bewegungsaufzeichnung im Kampf gegen die Covid-19-Seuche ab. 22 Prozent lehnten die Massnahme eher ab.

In Deutschland gab es vor 2 Jahren 25'000 Grippetote, bei Corona bis anhin 4'600. In der Schweiz waren es 2015 rund 2'500 Grippetote, bei Corona 1'217. Schaut man die neuste Statistik des Corona-Verlauf in der Schweiz an, macht es Sinn, dass folgende Fragen immer lauter werden: Ist die Panik von einem Grossteil der Bevölkerung noch gerechtfertigt? Macht Maskentragen in der Öffentlichkeit wirklich Sinn? Ist das Festhalten und nur schrittweise Öffnen des Lockdowns und die damit verbundenen enormen wirtschaftlichen Konsequenzen die richtige Strategie? Irgendwann wird darüber endgültig Bilanz gezogen - man darf gespannt sein, wie die Antworten ausfallen werden...

Linth24