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Lifestyle
05.04.2020

Diese Corona-Fakten erstaunen

Die BBC fragt: Wer stirbt wirklich an Corona und wer wird trotzdem zur Statistik mitgezählt? Was genau ist jetzt mit dem Tragen von Masken? Wir haben Antworten dazu.

Täglich werden zig verschiedene Todes-Statistiken zu Corona veröffentlicht. Was stimmt, was könnte täuschen? Helfen jetzt Masken oder nicht? March24 und Höfe24 mit informativen Angaben dazu:

  • Schaut man die Bundesamt-Statistik in der Abbildung oben an, sieht man deutlich: Die Corona-Todesfälle sind immer noch tiefer als zu den intensiven Grippe-Wellen im 2015 und 2017. (Quelle: Bundesamt für Statistik).
  • Das renommierte Robert-Koch-Institut bestätigte, dass alle testpositiven Todesfälle - unabhängig von der wirklichen Todesursache - als «Corona-Todesfälle» erfasst werden. Jedoch rät es von testpositiven Autopsien ab wegen hoher Infektionsgefahr. Dadurch könne allerdings die wirkliche Todesursache nicht mehr bestimmt werden (Quelle: Robert Koch Institut).
  • BBC stellt in ihrer Berichterstattung fest: Todesfälle durch Corona können eine Hauptursache sein, ein zusätzlicher Faktor oder «einfach auch noch da». Dazu als Beispiel ein verstorbener 18-jähriger, der als «jüngstes Corona-Opfer» vermeldet worden sei, da er am Tag vor seinem Tod positiv getestet wurde. Das Krankenhaus habe später jedoch mitgeteilt, er sei an einer schweren Vorerkrankung gestorben (Quelle: BBC).
  • Auch Österreich bestätigt, dass bei ihnen alle Corona-infizierten Verstorbenen in die Statistik aufgenommen werden, auch wenn man nicht weiss, woran sie tatsächlich gestorben sind (Quelle: heute.at). 
  • Angaben aus der Schweiz gibt es dazu noch keine. Neuste Info: Das Durchschnittstalter der Verstorbenen beträgt 83 Jahre.

Masken tragen oder nicht?

  • Es gibt drei unterschiedliche Typen von Schutzmasken: Hygiene-Masken für Pflegepersonal, die beim Tragen professionell gehandhabt werden müssen, da sie sonst sehr schnell Viren weitergeben (z.B. falls man sie berührt oder sie mit Tröpfchen in Verbindung kommen).
  • Noch besser als Hygiene-Masken sind Feinstaubmasken (FFP2, FFP3) für Pflegepersonal, die vor Tröpfchen und vor Aerosolen schützen, welchen die breite Bevölkerung nicht ausgesetzt ist.
  • Und dann gibt es noch Stoffmasken, die nicht als sichere Barriere gegen Viren gelten, allerdings davon abhalten, sich ständig ins Gesicht zu fassen. Aber die Träger auch in falsche Sicherheit wiegen könnten. Daniel Koch vom BAG dazu: «Es gibt keinen Beweis, dass Masken einen erhöhten Schutzeffekt erzeugen. Sie lösen das Problem nicht.»
  • Bundesrat Alain Berset: «Wenn wir zum Schluss kommen, dass es mehr Masken braucht, werden wir das sagen.»
  • Daniel Koch: «Wir haben 90 Millionen Hygiene-Masken an Lager. Der Bund und der Kanton Zürich haben je eine Maschine gekauft, die 60'000 FFPS-Masken pro Tag herstellen können.»
Redaktion March24/Höfe24