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Kanton
22.06.2021
21.06.2021 16:12 Uhr

Kanton Schwyz will Abfall-Optimierung

Lukas Käppeli, Geschäftsführer der Käppeli Strassen- und Tiefbau AG Schwyz (links) und Regierungsrat Sandro Patierno anlässlich einer Besichtigung der Aufbereitungsanlage in Seewen.
Lukas Käppeli, Geschäftsführer der Käppeli Strassen- und Tiefbau AG Schwyz (links) und Regierungsrat Sandro Patierno anlässlich einer Besichtigung der Aufbereitungsanlage in Seewen. Bild: Erhard Gick
Das Umweltdepartement stellte am letzten Freitag seine Abfallplanung 2021 vor. Die bessere Verwertung ist ein Thema.

Der Regierungsrat hat die Abfallplanung 2021 genehmigt. «Das Ziel ist eine weitere Verbesserung im Bereich Abfall durch das Schliessen von Stoffkreisläufen und das Ausschliessen von Schadstoffen. Wir wollen bei den wertvollen Baustoffen eine Kreislaufwirtschaft erreichen», sagte Regierungsrat Sandro Patierno in Seewen. Das kantonale Umweltdepartement stellte die Schwyzer Abfallplanung auf einem der grössten Recyclingbetriebe der Region, der Käppeli Strassen- und Tiefbau AG Schwyz, vor.

Pro Einwohner entstehen gewaltige Mengen Abfall pro Jahr. So hat Peter Inhelder, Leiter des kantonalen Amts für Umwelt und Energie, das persönliche Abfallschema pro Einwohner präsentiert: 170 Kilogramm Kehricht, 95 Kilogramm Grüngut, 60 Kilogramm Papier und Karton, 6000 Kilogramm Aushub und 1800 Kilogramm Bauab­fälle entstehen pro Jahr. «Beim Kehricht sind die Schwyzer und Schwyzerinnen national im unteren Drittel mit guter Recycling-Quote.»

Pro Tag 120 Lastwagen

Beim unverschmutzten Aushub sei der Kanton Schwyz infolge der hohen Bautätigkeit aber der Spitzenreiter. 580 000 Kubikmeter oder rund 29 000 40-Tonnen-Lastwagen gute Erde entstehen pro Jahr oder 120 Lastwagen pro Tag. Regierungsrat Patierno brachte es auf den Punkt: «Eine Studie der Zentralschweizer Kantone hat aufgezeigt, dass immer noch eine beachtliche Menge von Bodenmaterial auf Deponien entsorgt statt verwertet wird. Das soll sich ändern. ­Abfall kann wertvoller wiederzuverwendender Rohstoff sein.» Deshalb stellte ­Stefan Rüegg, zuständig für Abfallbewirtschaftung, Abfallanlagen, Bodenschutz im Umweltdepartement, elf Massnahmen und zehn Empfehlungen vor, die eine Optimierung bringen sollen.

Einsprachen verhindern neue Deponien oft lange

Die Deponieplanung aus dem Jahr 2017 werde im Zeitraum 2022–2024 aktualisiert und erweitert, hielt das Umweltdepartement am letzten Freitag fest. Dabei würden auch Stand­orte für andere Deponien als nur für ­­unverschmutzten Aushub sowie das Bewilligungsverfahren evaluiert. «Auf dem Papier sind Möglichkeiten für ­Deponien vorhanden, Einsprachen verhindern aber oft eine zeitnahe ­Inbetriebnahme neuer Deponien» erklärte Peter Inhelder.

Die korrekte Entsorgung von Abfällen kann in vielen Bereichen ­optimiert werden. Littering ist ebenfalls eines der grossen Themen der Abfallplanung 2021, und da will das Umweltdepartement Erfolge durch Sensibilisierung der Bevölkerung ­erreichen. Das gilt auch für Lebensmittelverschwendung (Food Waste).

Erhard Gick, Bote der Urschweiz