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Lifestyle
18.03.2020
19.03.2020 16:32 Uhr

Was bedeutet Kurzarbeit?

Mitarbeiter der EW Höfe AG sollten sich ausweisen können, teilt das Unternehmen mit. Durch das Nachfragen könnten Betrugsfälle verhindert werden. (Bild: EW Höfe AG)
Was heisst es, wenn der Chef Kurzarbeit beantragt? Wieviel Lohn erhalte ich noch? Wieviel muss ich arbeiten? Hier finden Sie die wichtigsten Infos.

Kurzarbeit hat das Ziel, Arbeitsplätze zu erhalten, anstatt sie abzubauen. Es geht darum, Entlassungen und Konkurse zu vermeiden. Der Staat übernimmt vorübergehend 80 Prozent des ausgefallenen Lohnes. Dafür hat der Bundesrat aufgrund der Corona-Epidemie rund 10 Milliarden Franken bereitgestellt.

Zu den Fakten:

- Die Angestellten erhalten 80 % des weggefallenen Lohns. Arbeitet man also statt 100 % nur noch 50 %, erhält man statt seinem Normallohn von z.B. CHF 5'000 noch CHF 4'500. Sprich: 50 % Normallohn plus 80 % von den weggefallenen 50 %.

- Grundsätzlich können alle Betriebe mit Angestellten Kurzarbeit beantragen.

- Alle Arbeitnehmer, die unbefristet angestellt sind, haben Anrecht auf Kurzarbeitsentschädigung. Auch Arbeitnehmer, die wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt sind.

- Der Arbeitgeber kann Kurzarbeit nicht alleine von sich aus befehlen. Grundsätzlich muss dazu eine schriftliche Einwilligung des Angestellten erfolgen. Da die Massnahme zur Erhaltung des Jobs dient, riskiert man allerdings eine Kündigung, wenn man Kurzarbeit ablehnt.

- Selbständigerwerbende, Lehrlinge und Arbeitnehmer auf Abruf haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Das Seco prüft nun aber in Bezug auf das Coronavirus eine Ausweitung der Kurzarbeit oder anderer Massnahmen auf diese Personengruppen.

- Kurzarbeit wird vom Staat für max. 12 Monate übernommen, kann aber im Extremfall auf 18 Monate ausgeweitet werden.

 

Linth24