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Lifestyle
09.05.2021

Den Zecken ist das «Social Distancing» egal

Eine Präventions-App zeigt eine dynamische Gefahrenpotenzial-Karte. Bild: zvg
Mit den Ausflügen ins Grüne nehmen die Zeckenstiche zu. Der Kanton Schwyz zählt als FSME-Risikogebiet.

Nicht nur die Lebensgeister von Sonnenanbetern erwachen bei herrlichem Wetter. Auch die Zecken sind wieder aktiv. Gemäss Bundesamt für Gesundheit zählt mittlerweile die gesamte Schweiz als Risikogebiet für Zeckenstiche.

Ein guter Schutz bei Outdoor-Aktivitäten wird empfohlen. Denn Zecken können Borreliose Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auf den Menschen übertragen.

Fallzahlen schwanken jedes Jahr

Ein Zeckenstich wird als Unfall eingestuft, und die Behandlungskosten werden von der Unfallversicherung (Suva) übernommen. In der Schweiz haben sich die Gebiete,in welchen sich Personen mit dem FSME-Virus infiziert haben, ausgeweitet. Nur die Kantone Genf und Tessin wurden bisher weitgehend verschont. Daher gilt die ganze Schweiz, mit Ausnahme dieser beiden Kantone, als FSME-Risikogebiet.

Seit 2005 schwanken die Fallzahlen in der Schweiz zwischen 100 und 250 Fällen pro Jahr. In den letzten Jahren ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, dessen Ursachen wahrscheinlich vielfältig sind: günstige klimatische Bedingungen für Zecken, und Wetter, welches die Menschen vermehrt ins Freie lockt.

Das Bundesamt für Gesundheit geht aber davon aus, dass in der Schweiz jährlich rund 10'000 Personen an einer Borreliose erkranken. Gemäss Experten der Aufklärungskampagne zecken-stich.ch ist es schwierig, einen Stich als Zeckenstich zu erkennen, wenn die Zecke bereits vom Körper abgefallen ist. In diesem Fall kann die Einstichstelle leicht mit einem Mückenstich verwechselt werden. Die Experten raten: Beobachten Sie die betroffene Stelle aufmerksam. Veränderungen der Hautstelle wie Schwellungen oder Rötungen könnten erste Symptome von Erkrankungen sein.

Zeckenprävention mit Handy

Bei der Krankheit Borreliose zeigt sich als erstes Anzeichen oftmals die sogenannte Wanderröte. Sie kann wenige Tage bis zu vier Wochen nach dem Stich auftreten. Oftmals treten auch Symptome wie Fieber und Gliederschmerzen auf, die einer Grippe ähnlich sind. Diese Anzeichen gelten auch als Erstsymptome bei FSME.

Nützliche Tipps bietet die Präventions- App «Zecke». Zentrales Element der App ist die dynamische Gefahrenpotenzial-Karte. Die Karte zeigt die aktuellen Risikogebiete für Zeckenstiche – berechnet mittels Biologie-, Geografie- und Wetterdaten.

Petra Imsand, Bote der Urschweiz