Region
14.02.2020

Die Lido-Badi öffnet dieses Jahr

Am Stadtforum hat Stadtpräsident Martin Stöckling in seiner Eröffnungsrede zu drei Themen Stellung bezogen: Schachen Finanzen, Lido Badi und Einsprache gegen die Trainingshallen im Grünfeld.

Die Lido-Badi wird wiedereröffnet. Dies gab Rapperswil-Jonas Stadtpräsident Martin Stöckling am Donnerstagabend an seiner Begrüssungsrede bekannt. Auf den Termin für die Badi-Eröffnung wollte sich Stöckling nicht festlegen, davor habe ihn der Bauchef gewarnt.

Drei Elemente müssen bis dahin erledigt sein:

  1. Die kantonale Bewilligung fehlt noch. Hier habe man eine mündliche Zusage des Kantons-Chemikers.
  2. Ein Bademeister muss rekrutiert werden. Dafür sei die Zeit relativ knapp.
  3. Die Sanierungsmassnahmen werden in Angriff genommen. Unter anderem braucht es auch neues Mobiliar, welche altes oder kaputtes entsorgt worden sei.

Die Kosten für die Wiedereröffnung würden 150'000 Franken betragen. Die Abklärungen seien schon länger in Gang gewesen, sagte Stöckling. Hierbei habe die Petition, welche die Badi-Wiedereröffnung verlangt, «keine Rolle» gespielt.

Aber bei der Entscheidungsfrage: «Wollen wir die Lido-Badi wiedereröffnen? Da hat die Petition im Stadtrat eine Rolle gespielt», sagte der Stadtpräsident.

Finanzierung Schachen

Hier verteidigte Martin Stöckling den bisher eingeschlagenen Weg zugunsten eines

Wettbewerbs für Fremd-Investoren für das «grösste Bauprojekt das es in der Stadt je gab». Erst wenn diese Ergebnisse vorliegen, werde man entscheiden, ob man diese Variante dem Stimmvolk zur Annahme empfehle. Das sei eine Frage der Sorgfaltspflicht. Ohne «Ergebnisse aus dem richtigen Leben» könne man das Stimmvolk nicht abstimmen lassen.

Der Stadtpräsident behauptete: «Der Investor baut günstiger als die Stadt. Er kann die nehmen, die das beste Angebot machen. Er kann den Bauablauf optimieren. Wir gehen davon aus, dass er günstiger ist.»

Durch die Ausschreibung werde auf jeden Fall die billigste Finanzierungs- und Realisierungs-Variante gewinnen, weil das bei öffentlichen Ausschreibungen nicht anders gehe. Aber, man suche jemanden, der sich für längere Zeit engagiere und auch eine lokale Wertschöpfung ermögliche.

Entscheiden würden aber schliesslich die Bürger und die seien, so Stöckling, «in der Schweiz konservativ und eher für eine Selbstfinanzierung». Wenn die Bevölkerung nicht die günstigste Lösung wolle sondern die Eigenfinanzierung, dann müssen man da akzeptieren. Man könne diese Bürger nur überzeugen, wenn man «Ideologiefrei» eine «optimale Lösung» präsentiere.

Abstimmungsbeschwerde Trainingshalle

Nächste Woche werde der Stadtrat von Rapperswil-Jona gegenüber dem Kanton Stellung zur Abstimmungsbeschwerde Trainingshalle beziehen. Er könne jedoch vorwegnahmen, dass die Beschwerde «sehr schwach begründet» sei.

Die Einsprecher hätten während der Bürger-Versammlung keine Stellung bezogen. Die nicht berücksichtigten Masterpläne seien Verwaltungsintern und nicht massgeblich für das Bewilligungsprozedere.

Die Kritik zu den Finanzen, den Parkplätzen und der Verkehrssituation seien ebenfalls zu wenig fundiert oder würden im Rahmen der Baueingabe behandelt, sagte Stöckling.

Mario Aldrovandi, Linth24