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04.08.2022

Die Schweiz schwitzt weiter

Eine weitere Hitzewelle hat die Schweiz erreicht und lässt die Menschen das kühle Nass aufsuchen. Im Bild schwimmt eine Frau in der Aare bei Bern.
Eine weitere Hitzewelle hat die Schweiz erreicht und lässt die Menschen das kühle Nass aufsuchen. Im Bild schwimmt eine Frau in der Aare bei Bern. Bild: KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Die dritte Hitzewelle dieses Sommers hat die Schweiz fest im Griff. In Genf/Cointrin wurden heute Donnerstag laut Wetterdiensten 38,3 Grad gemessen.

Der Wert in Genf/Cointrin sei ein neuer Jahreshöchstwert, schrieb SRF Meteo. Lokal betrugen die Temperaturen im Flachland bereits um 13.30 Uhr über 35 Grad wie der private Wetterdienst Meteonews twitterte. So zum Beispiel in Schaffhausen und Würenlingen im Aargau, wo 35,3 Grad gemessen worden seien.

In Basel/Binningen kletterte das Thermometer laut Meteoschweiz, dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, bereits am Donnerstagvormittag kurz vor 11.00 Uhr auf über 30 Grad.

Es zeichne sich nach dem zweitwärmsten Juni und dem viertwärmsten Juli ab, dass der laufende Sommer zu den wärmsten seit Messbeginn im Jahr 1864 zählen dürfte, twitterte Meteoschweiz. Bisheriger Rekordhalter sei der Sommer 2003.

Einen kühlen Morgen durften die Menschen in La Brévine im Kanton Neuenburg auf 1042 Metern erleben, um 04.30 Uhr war es gerade einmal 6,4 Grad «warm». Zum Vergleich: Auf dem Üetliberg bei Zürich kam es mit 22 Grad zu einer sogenannten Tropennacht, wie Meteoschweiz schrieb - bei immerhin 870 Metern über Meer.

Hitzewarnung und kein Regen in Sicht

Der Bund hatte am Vortag für Regionen südlich der Alpen, im Wallis, in der Westschweiz und in der Region Basel eine Hitzewarnung der Stufe 3 von 4 herausgegeben. Die Tiefstwerte lagen nachts bei 17 bis 22 Grad. Auch die Luftfeuchtigkeit soll ansteigen, so dass die Tage zunehmend schwül werden.

2022 fiel vor allem im Westen und Süden gegenüber dem langjährigen Mittel deutlich zu wenig Niederschlag, wie Meteonews schrieb. So regnete es in diesem Jahr bisher 230 Liter pro Quadratmeter, das sei eine Abweichung von 54 Prozent gegenüber dem langjährigen Klimamittel. In der Deutschschweiz ist das Defizit weniger ausgeprägt. Flächendeckender Niederschlag sei bis auf Weiteres nicht in Sicht, die Situation bleibe angespannt.

Körper kann Hitzestress entwickeln

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schrieb auf seiner Webseite, dass unter anderem Symptome wie eine hohe Körpertemperatur, hoher Puls, Kopfschmerzen, Verwirrtheit oder Übelkeit Anzeichen für Hitzestress sein können.

Experten empfehlen bei Hitze, täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen und auf Alkohol zu verzichten. Ausserdem sei leichte Kost zu empfehlen, Joghurt, Obst und Gemüse, bevorzugt Fisch anstatt Fleisch.

Keystone-SDA