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27.06.2022

71 Schafe im Bündner Oberland abgestürzt

Die 71 abgestürzten Schafe wurden von einem Hirten und Herdenschutzhunden bewacht. (Symbolbild)
Die 71 abgestürzten Schafe wurden von einem Hirten und Herdenschutzhunden bewacht. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER
Grossraubtiere – 71 Schafe im Bündner Oberland sind am Samstag über eine Felswand rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt. 24 starben dabei, 19 mussten aufgrund ihrer Verletzungen notgetötet werden. Die Wildhut hält einen Wolfsangriff für denkbar.

Der Vorfall habe sich tagsüber auf der Alp Cristalina im Val Medel in der Nähe des Lukmanierpasses ereignet, sagte Arno Puorger vom Amt für Jagd und Fischerei (AJF) am Montag auf Anfrage zu einem Bericht von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR).

Ein Zusammenhang mit einem Wolfsangriff ist laut dem Grossraubtierverantwortlichen gut möglich. Die Hinweise würden darauf hindeuten. Ein direkter Zusammenhang könne aber zur Zeit nicht belegt werden.

Obwohl die Alp behirtet ist, wurde der Vorfall wegen des unübersichtlichen Geländes von niemandem beobachtet. Die Wildhut bemerkte aber in der Nacht darauf mehrere Wölfe in der Umgebung. Zudem wies ein Schaf Bissverletzungen am Hals auf. Das Schaf gehört zur betroffenen Herde, aber nicht zur abgestürzten Gruppe.

Für weitere Einschätzungen sei es noch zu früh, erklärte Puorger gegenüber Keystone-SDA. Das Amt für Jagd und Fischerei führe verschiedene Abklärungen und habe auch eine DNA-Probe veranlasst.

Die Herde wird mit den gängigen Massnahmen geschützt. Nebst einem Hirten sind Herdenschutzhunde vor Ort. Zudem werden die Schafe über Nacht in ein umzäuntes Areal getrieben.

Keystone-SDA