Home Region Sport Agenda In-/Ausland Magazin
In-/Ausland
28.01.2022

Intensivbetten sind trotz hoher Fallzahlen nicht überfüllt

Pflegende auf einer Intensivstation kümmern sich um Covid-Patienten.
Pflegende auf einer Intensivstation kümmern sich um Covid-Patienten. Bild: Keystone
Obwohl die Ansteckungszahlen rekordhoch sind, gibt es weniger Coronapatienten auf den Intensivstationen. Dennoch fordert die Omikronvariante in der Schweiz das Gesundheitssystem.

Die Belegung der Schweizer Intensivbetten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten ist in der vergangenen Woche gesunken, obwohl die Ansteckungszahlen fast täglich Rekordwerte erreichen.

Grosse Dunkelziffer

Über 44'000 bestätigte Neuansteckungen meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gestern, rund 13 Prozent mehr als am gleichen Tag vor einer Woche. In der gesamten letzten Woche waren es gemäss dem neuesten BAG-Situationsbericht über 238'000 bestätigte Coronafälle. Wobei das BAG wegen der rekordhohen Testvolumen und der Positivitätsrate von über 40 Prozent von einer signifikanten Dunkelziffer ausgeht.

«Die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen ist diese Woche im Vergleich zu letzter Woche um 11 Prozent gesunken.»

Gleichzeitig bewegen sich die Spitaleinlieferungen im Zusammenhang mit einer Coronaerkrankung auf relativ stabilem Niveau. Auch wenn das BAG aufgrund der Meldeverzögerungen auch hier von einer leichten wöchentlichen Zunahme ausgeht.

Weniger Coronafälle im Spital

In der laufenden Woche gingen die Spitaleinlieferungen im Vergleich zur letzten Woche stets zurück, gestern zum Beispiel um acht Prozent.

Auch die Zahl der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen entwickelte sich in der vergangenen Woche positiv. Sie sank im Vergleich zur Vorwoche um elf Prozent auf 240 Personen im Tagesschnitt. Der Anteil der Coronafälle auf den Intensivpflegestationen ging von 40 Prozent in der Vorwoche auf 37 Prozent zurück. Auch beatmet werden mussten mit durchschnittlich 171 Fällen 17 Prozent weniger Personen als eine Woche zuvor.

Omikron sei scheinbar weniger gefährlich für die Gesundheit als die Deltavariante, aber deutlich infektiöser, schreibt die Empa.

sda